Es kommt nicht häufig vor, dass ein Pfarrer konvertiert. (Symbolfoto) Foto: imago images/U. J. Alexander

Eine Gemeinde im Hegau steht plötzlich ohne ihren Hirten da. Der gibt bekannt, katholisch werden zu wollen – mitsamt seiner ganzen Familie. Und was ist mit dem Zölibat?

Aach - Wer am Pflug steht, soll nicht zurückblicken. Pfarrer Thomas Kiesebrink hätte den Evangeliumstext vom vergangenen Sonntag seiner Gemeinde vielleicht so erklärt: Um Jesus nachzufolgen, muss man bereit sein, alle Bindungen zu kappen – an Menschen, an Besitz, an die Vergangenheit. Doch Kiesebrink war nicht da. Nach vier Jahren als Pfarrer der evangelischen Christuskirche in Aach (Kreis Konstanz) hat er selbst seine Verbindungen gekappt. Es ist fast wie ein Wechsel von Schalke zu Dortmund. Denn Kiesebrink verlässt nicht nur seine Gemeinde, sondern die gesamte badische Landeskirche. Er habe beschlossen, katholisch zu werden, heißt es in einer Mitteilung des Dekanats. Statt den schwarzen Talar will er nun das weiße Messgewand eines Priesters tragen.

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