Quelle: Unbekannt

Mit einer der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen international ist die Wilhelma eine der führenden Institutionen im Einsatz gegen das Aussterben der Bonobos.

Stuttgart (red)Beim morgendlichen Rundgang bei den Bonobos haben die Tierpflegerinnen und Tierpfleger in der vergangenen Woche ein zusätzliches Köpfchen entdeckt. „Huenda lief gebückt, als ob sie etwas Schweres tragen würde“, erzählt Revierleiterin Bea Jarczewski von dem 13-jährigen Weibchen. „Beim zweiten Blick stellte sich heraus, dass es nur ein zierliches Neugeborenes war.“ Auf trächtige Tiere achtet sie immer besonders und schätzt den Geburtstermin ab. „Wir wissen aber nie, wann genau es so weit ist“, sagt Jarczewski. „Unsere Bonobos bringen ihre Jungtiere so problemlos in der Gruppe auf die Welt, dass sie keine menschliche Hilfe brauchen.“ Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart leben nun 20 Bonobos. Unsere nächsten Verwandten, die nur in den Wäldern Zentralafrikas vorkommen, sind in der Natur stark bedroht. Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten setzen ihnen zu. Zudem vermehren sie sich nur langsam.

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