Eine neue Kindertagesstätte mit Schwerpunkt Bewegung öffnet im Januar 2026 in Kemnat. Die Stadträte forderten Nachbesserungen im Konzept.
Mit einem bewegungsorientierten Kindergarten bekommt die Stadt Ostfildern ein neues Angebot. Die Einrichtung der Schwimmschule Salmen soll im Januar 2026 in den ehemaligen Räumen des Waldorfkindergartens eröffnen.
Der eingruppige Kindergarten in dem Ostfilderner Stadtteil wird für bis zu 25 Kinder im Alter zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt betrieben. Die Räume, die zuvor der Waldorfkindergarten genutzt hat, sind bezugsfertig. Die Einrichtung wird montags bis freitags von 7.30 bis 14.30 Uhr geöffnet sein und eine wöchentliche Betreuungszeit von 35 Stunden anbieten.
Zum Schwimmen geht es ins Panoramabad Asemwald
Die Kinder sollen sich spielerisch austoben, neue Sportarten kennenlernen. Jede Woche fährt die Gruppe ins Panoramabad Asemwald. Da lernen die Jungen und Mädchen Schwimmen, und machen im letzten Kindergartenjahr das Seepferdchen. Für zusätzliche Bewegungsangebote sollen weitere Räume gemietet werden. Auch Außenspielflächen sind geplant. Mit der Einrichtung wächst das Angebot in Kemnat ab 2026 auf 242 Betreuungsplätze; 2027 sollen es mit der neuen Kita Glückssternchen 282 sein.
Mit der Aufnahme in die Bedarfsplanung erhält die Schwimmschule Salmen einen Zuschuss von 63 Prozent der Betriebskosten. Für vier Belegplätze, die der Stadt für Kinder von Mitarbeitenden zur Verfügung stehen, steigt der Zuschuss auf 65,5 Prozent. Im Vorfeld hatten die Kommunalpolitiker Bedenken an dem Konzept geäußert, sodass es die Betreiber überarbeiteten.
Die neuen Pläne fanden nun Anklang. Markus Dinkelacker (Freie Wähler) findet es gut, „dass der Träger mit seinem Angebot dauerhaft eigene finanzielle Mittel einbringt, um den Fehlbetrag von 21 000 Euro auszugleichen. Allerdings will er beobachten, „wie tragfähig die Finanzierungsplanung langfristig ist.“
Bedenken am neuen Kindergarten in Ostfildern
Auch Andreas Futterer (CDU) sieht ungelöste Probleme. Bewegungsflächen seien noch nicht gefunden. Ebenso findet er es schwierig, dass die Kinder zum Schwimmunterricht in den weit entfernten Asemwald fahren müssten. Seine Fraktion stimme jedoch zu, weil das Vertrauen in den Betreiber überwiege. Einen Nachteil sehen Thorsten Hornung (Grüne) und Stefanie Sekler-Dengler (SPD) in dem relativ hohen Trägerbeitrag, den sich nicht alle Eltern leisten könnten. Der Bewegungskindergarten kostet pro Monat 85 Euro mehr.