Seit Herbst 2017 auf dem Markt – und nun mit überarbeiteten Antrieben unterwegs: Das Crossover-Modell Kia Stonic Foto: Kia

Kia hat dem Stonic ein Facelift verpasst. Allerdings wurde dabei außen kaum Hand angelegt, denn einen Hingucker verändert man optisch nicht.

Esslingen - Ein bequemerer Einstieg, höher sitzen und eine gute Rundumsicht haben – das sind nicht nur für Senioren wichtige Merkmale, wenn es darum geht, ein Auto zu kaufen. Wenn dieses auch noch kompakte Maße aufweist, umso besser. Das alles sind auch Attribute des Stonic, dem Crossover-Modell von Kia. Im Herbst 2017 auf den Markt gekommen, haben die Koreaner nun ihr kleines SUV überarbeitet. Außen wurde kaum Hand angelegt, denn einen Hingucker verändert man optisch nicht. Und dass der Stonic im Straßenbild angenehm auffällt, das ist auch an den mittlerweile rund 23 000 Neuzulassungen auf dem deutschen Markt abzulesen.

Einiges getan hat sich jedoch im Innenraum und vor allem unter der Haube: Das überarbeitete Modell präsentiert sich mit neuen Assistenz- und Infotainmentsystemen, den Online-Diensten UVO Connect, neuen Ausstattungselementen von LED-Scheinwerfern bis zum höhenverstellbaren Beifahrersitz, zusätzlichen Farbvarianten außen wie innen und vor allem einer grundlegend modernisierten Antriebspalette. Die Topmotorisierung 1.0 T-GDI 120 (88 kW/120 PS) verfügt jetzt serienmäßig über ein 48-Volt-Mildhybridsystem und einen Startergenerator, der sowohl beim Beschleunigen den Verbrennungsmotor (Turbobenziner) unterstützt als auch eine effiziente Energierückgewinnung gewährleistet. Die CO2-Emissionen wurde so um rund zehn Prozent auf 102 g/km reduziert und der Benzinverbrauch auf 4,5 Liter im Schnitt gedrückt, teilt Kia mit. Dazu trägt auch das intelligente Schaltgetriebe bei, das den Motor bei Bedarf eigenständig vom Getriebe entkoppelt. Der Stonic 1.0 T-GDI 120 kann daher sowohl in der Schaltversion als auch mit dem optionalen Sieben-Stufen-DCT sozusagen segeln, also während der Fahrt den Verbrenner abschalten, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Der Turbobenziner selbst, der noch in einer zweiten Variante mit 74 kW (100 PS) erhältlich ist, wurde ebenfalls überarbeitet und besitzt nun eine CVVD-Ventilsteuerung (Continuously Variable Valve Duration). Der 1.0 T-GDI 100 hat ein Sechsgang-Schaltgetriebe (bisher Fünfgang) und wird optional nun ebenfalls mit dem Sieben-Stufen-DCT angeboten.

Überarbeitet wurde auch die Einstiegsmotorisierung, der 1,2-Liter-Saugbenziner mit 62 kW (84 PS). Alle drei Motoren entsprechen der Abgasnorm Euro 6-ISC-FCM, die neueste Variante der Euro-6d-Norm. Den bisher angebotenen 1,6-Liter-Diesel hat Kia ersatzlos gestrichen.

Der Stonic tritt gegen Konkurrenten wie Opel Mokka X oder Mazda CX-3 an. Optisch setzt Kia bei dem 4,14 Meter langen Fünftürer vor allem auf ein markantes Design und bunte Farben: Weil das Dach in Kontrastfarben lackiert werden kann, kommt Kia auf fast 30 Farbkombinationen und spricht vom buntesten Modell in der Palette. Das setzt sich auch im Innenraum fort, den man ebenfalls individuell mit Farbakzenten gestalten kann.

Das serienmäßige Infotainmentsystem mit Smartphone-Schnittstelle (Android Auto, Apple CarPlay), digitalem Radioempfang und sechs Lautsprechern verfügt nun über einen 20,2 Zentimeter großen Touchscreen (8 Zoll, bisher 7 Zoll) samt Split-Screen-Funktion und ermöglicht Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Die Ausführungen mit Navigationssystem (inklusive Updates) bieten die Online-Dienste UVO Connect, die den Service Kia Live und die Kia UVO-App beinhalten. Kia Live bietet unter anderem eine besonders präzise, cloud-basierte Online-Navigation, Echtzeit-Verkehrsinformationen, Wettervorhersagen, die Anzeige von Parkmöglichkeiten und eine Spracherkennung. Mit der UVO-App lassen sich etwa Routen an das Navi schicken, der Fahrzeugstandort ermitteln oder auch die Navigation auf der „letzten Meile“ außerhalb des Fahrzeugs per Smartphone fortsetzen.

Bot der Stonic je nach Ausführung schon bisher ein breites Assistenzspektrum von Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung über aktiven Spurhalteassistent, Spurwechselassistent und Querverkehrwarner hinten bis zu Müdigkeitswarner und Fernlichtassistent, so sind nun bei den Automatikversionen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie Totwinkelwarner und Querverkehrwarner mit Bremseingriff (jeweils ausstattungsabhängig) hinzu gekommen.

Die vergleichsweise bereits gut ausgestattete Basisversion Edition 7 bietet neben dem Infotainmentsystem unter anderem Klimaanlage, USB-Anschluss, Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Spracherkennung, beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, Dämmerungssensor, einen in der Höhe variablen Gepäckraumboden (nicht bei Mildhybrid), Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen. Der Startpreis von 16 650 Euro gilt für den 1,2-Liter-Benziner. Der Stonic 1.0 T-GDI 100 startet bei 18 350, der Mildhybrid 1.0 T-GDI 120 EcoDynamics+ bei 19 950 Euro.

Trotz seiner kompakten Außenmaße bietet der Stonic den Insassen relativ viel Platz. Der variable Gepäckraum, mit höhenverstellbarem Boden, weist ein Ladevolumen von 352 bis 1155 Liter auf. Kia bietet seit 2010 seine Neuwagen in Europa mit einer siebenjährigen Herstellergarantie an (maximal 150 000 Kilometer).

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