In Rüsselsheim entwickeltes und in der Slowakei gebautes SUV: Die vierte Generation des kompakten Kia Sportage. Foto: Kia - Kia

Kia bringt die vierte Generation seines Bestsellers Sportage auf den Markt.

RüsselsheimSeit Kia vor 20 Jahren von Hyundai übernommen wurde, geht es für den koreanischen Autohersteller nur noch in eine Richtung, nämlich bergauf. Das gilt auch für den deutschen Markt: Verkaufte Kia 1994, im ersten vollen Vertriebsjahr auf dem deutschen Markt, gerade mal 11000 Fahrzeuge, so waren es 2017 mehr als 64 000, was einem Marktanteil von 1,9 Prozent entspricht. Insgesamt fahren heute rund 650 000 Kias auf deutschen Straßen. Festmachen kann man diese Erfolgsgeschichte an einem mittlerweile alten Bekannten – dem Kia Sportage. Der kompakte, im Hyundai-Kia-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim geplante und in der Slowakei gebaute Geländewagen ist das beste Pferd im Stall. An dem SUV, das bereits 1994 auf den Markt kam und sich bisher 5 Millionen Mal verkaufte, ist Kias Wandel vom einstigen Billiganbieter zum gehobenen Image am besten nachzuvollziehen.

Mit 48-Volt-Batterie

Mittlerweile ist die vierte Generation des Sportage auf dem Markt – und nur zwei Jahre nach dessen Einführung folgt nun ein Facelift. Dabei stehen nicht wie üblich Retuschen und mehr Ausstattung im Vordergrund sondern ein ganz besonderer neuer Motor: Ein fortschrittlicher Turbodiesel-Mild-Hybrid auf 48-Volt-Basis. Dieser 2.0 CRDi EcoDynamics leistet 136 kW (185 PS), mobilisiert 400 Nm Drehmoment, schafft bis zu 201 km/h und wird durch einen Elektroantrieb unterstützt. Er beinhaltet eine 48-Volt-Batterie sowie einen 12 kW starken Startergenerator und ermöglicht – anders als 12-Volt-Start-Stopp-Systeme – das Abschalten des Verbrennungsmotors auch im Fahrbetrieb, etwa beim Ausrollen oder Bremsen. Gegenüber dem bisherigen 2.0 CRDi reduziert der Mildhybridantrieb die CO2-Emissionen je nach Ausführung um bis zu zehn Prozent (ab 138 g/km). Mit 46 590 Euro ist der innovative Antrieb allerdings auch nicht ganz billig. Aber auch für weniger als die Hälfte gibt`s schon einen Sportage: Das Einstiegsmodell kostet 22 490 Euro (1.6 GDI Edition 7, Benziner, 132 PS).

Neu in der Antriebspalette ist darüber hinaus ein 1.6 CRDi, der den 1,7-Liter-Diesel ablöst und der in zwei Varianten mit 85 kW (115 PS) oder 100 kW (136 PS) angeboten wird. Bei den Benzinern sind ein 130 kW (177 PS) starkes 1,6-Liter-Turbotriebwerk und ein 1.6 GDI mit 97 kW (132 PS) erhältlich. Die drei Diesel verfügen jeweils über einen NOx-Speicherkatalysator und einen SCR-Katalysator, die beiden Benziner über einen Ottopartikelfilter. Je nach Motorisierung kann der Sportage mit Front- oder Allradantrieb bestellt werden. Standardmäßig sind alle Motoren mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Für den 1.6 T-GDI AWD und den 1.6 CRDi 136 AWD werden siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe angeboten, der serienmäßig allradgetriebene 2,0-Liter-Diesel ist mit einer Acht-Stufen-Automatik erhältlich.

Viele neue Extras

Erkennungszeichen des Sportage-Modelljahrgangs 2019 sind neu gestaltete Stoßfänger, Scheinwerfer, Rückleuchten und Leichtmetallfelgen sowie seitliche Chromleisten und fünf neue Karosseriefarben. Innen präsentiert sich der Sportage mit einem neuen Lenkrad und veränderter Instrumenteneinheit. Auch technologisch hat Kia weiter aufgerüstet. LED-Scheinwerfer setzen einen Hightech-Akzent (je nach Ausführung) und die Assistenzsysteme wurde um eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, eine Rundumsichtkamera und einen Müdigkeitswarner ergänzt.

Deutlich gestiegen ist zum Modelljahr 2019 das Niveau der Sportage-Basisausstattung, die jetzt neben Klimaanlage und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen auch 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration, Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsregelanlage, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Dämmerungssensor und beheizbare Außenspiegel beinhaltet.. Wie bei jedem Kia ist die 7-Jahre-Herstellergarantie inbegriffen. Zudem haben die Koreaner alle Modelle schon ein Jahr im Voraus auf die Abgasnorm Euro 6d-Temp umgestellt, die erst ab September 2019 für Neuzulassungen verbindlich ist und verschärfte Schadstoffgrenzwerte beinhaltet.

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