Beim Spatenstich des IPAI am Dienstag. In der Mitte: Kanzler Friedrich Merz. Foto: NICO KURTH

Wirtschaft und Politik setzen auf KI. Das wird beim Spatenstich des neuen IPAI-Campus deutlich. Aber was entsteht konkret? Die wichtigsten Infos aus Heilbronn.

Bagger, Kräne, Schubkarren und vor allem viel Erde – das bekommt zu sehen, wer dieser Tage auf der Baustelle des Innovationsparks für Künstliche Intelligenz (kurz IPAI) in Heilbronn unterwegs ist. Auf dem Areal Steinäcker entsteht auf einer Fläche von 30 Hektar – rund 42 Fußballfeldern – ein neues Zentrum für Künstliche Intelligenz. Zum Spatenstich am Dienstagmittag kamen zahlreiche Prominente aus Wirtschaft und Politik, allen voran Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), die ihre Unterstützung für das Projekt signalisierten.

Wo sich heute noch eine Baustelle befindet, sollen schon 2027 die ersten Gebäude stehen. Foto: Krug

„Das IPAI ist ein Bekenntnis zum Innovationsstandort Deutschland“, erklärte Merz. Mit Blick auf die Künstliche Intelligenz gehe es um nicht weniger als eine „industrielle Revolution“, so der Kanzler. Der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel begrüßte den Start der Bauarbeiten für das „Jahrhundertprojekt“. Ganz ohne KI, dafür mit Schaufel und Erde, zelebrierten die prominenten Gäste gemeinsam mit IPAI-CEO Moritz Gräter den traditionellen Spatenstich.

Finanziert wird das Projekt vor allem von der Schwarz-Gruppe – den meisten Menschen bekannt als der Konzern hinter Lidl und Kaufland. Auch die Dieter-Schwarz-Stiftung sowie das Land Baden-Württemberg beteiligen sich mit einer Anschubfinanzierung an dem Vorhaben.

Wie hoch das gesamte Investitionsvolumen ausfällt, dazu wollte sich IPAI-CEO Moritz Gräter auch am Dienstag nicht äußern. Er zeigte jedoch vor allem eines: Entschlossenheit und ein klares Versprechen. „Wir haben uns dazu verpflichtet, dieses Projekt vollständig umzusetzen – egal, was passiert“, sagte Gräter.

Fest steht für ihn, dass bis Ende 2027 die ersten wichtigen Gebäude entstehen sollen, darunter das Mobility Hub, das Start-up Innovation Center und ein Reallabor. Bis 2030 sollen weitere zentrale Einrichtungen wie das Kommunikationszentrum hinzukommen, erklärte Gräter.

Unter anderem das Start-Up & Innovation Center soll bis 2027 stehen. Foto: IPAI/MVRDV

Über den Besuch des Kanzlers zeigte er sich besonders erfreut: „Das ist ein Meilenstein für uns und eine tolle Auszeichnung.“ Auch persönlich berühre ihn dieser Moment: „Ich bin freudig-angespannt.“