Ein Modell eines menschlichen DNA-Stranges mit der doppelten Helix-Struktur. Foto: Matthew Fearn/PA/epa/dpa Foto: dpa

Die Tabellenkalkulation Excel von Microsoft sorgt für Ordnung - in der Genforschung führt sie allerdings zu einem ordentlichen Durcheinander. Forscher geben nun kurzerhand 27 Genen neue Namen.

Cambridge - Aufgrund von Problemen mit der automatischen Datenverarbeitung im Tabellenkalkulationsprogramm Excel haben Forscher mehr als zwei Dutzend Genen neue Namen gegeben.

Zur genauen Zuordnung ist jedes der Zehntausenden Gene des menschlichen Erbguts mit einem alphanumerischen Code benannt. Bei der Verarbeitung in dem bekannten Microsoft-Programm führte aber genau dieser Code in einigen Fällen zu einem Durcheinander, wie die Technologiewebsite "The Verge" kürzlich berichtete.

Beispielsweise lautete für das Gen "Membrane Associated Ring-CH-Type Finger 1" der Code ursprünglich "MARCH1". Als Forscher diese Daten in Excel luden, machte das Programm daraus kurzerhand die Datumsangabe "1. März". Grund ist eine Automatisierung des Programms, die im Einzelfall noch nachvollziehbar ist - bei der Verarbeitung von hunderten von Genen stellte sie Wissenschaftler aber vor Probleme.

Um solche Fehler künftig auszuschließen, veröffentlichte das für die Benennung zuständige HUGO Gene Nomenclature Committee (HGNC) in Cambridge eine neue Richtlinie. Die Namen von 27 Genen wurden nun so geändert, dass sie für die Excel-Verarbeitung kompatibel sind. Das Gen mit dem Code "MARCH1" heißt künftig etwa "MARCHF1".

© dpa-infocom, dpa:200811-99-124703/2

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