Auch, wenn es viele interessieren würde: Auf das Coronavirus wird nicht jeder getestet. Foto: dpa/Uwe Anspach

Wenn es nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung geht, soll nicht einfach jeder auf das Coronavirus getestet werden. Es gelte, die Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

Berlin - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat um Verständnis dafür geworben, dass Coronavirus-Tests nur bei Menschen mit Krankheitssymptomen vorgenommen werden. „Es macht keinen Sinn, gesunde, unauffällige Bürger zu testen“, sagte der KBV-Bundesvorsitzende Andreas Gassen am Donnerstag in Berlin. „Auch wenn das für den Einzelnen vielleicht interessant sein kann, ist es medizinisch sinnfrei.“

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Man habe zwar große Kapazitäten, sie reichten aber nicht, „um 83 Millionen einfach mal eben durchzutesten“. Entscheidend sei die ärztliche Entscheidung.

Ressourcen sinnvoll nutzen

„Wir wollen viel testen, aber wir wollen zielgerichteter testen“, erläuterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Es sei nachvollziehbar, dass Bürger gerne wüssten, ob sie infiziert sind. Es gebe aber begrenzte Kapazitäten.

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Gassen berichtete, seit dem 9. März seien in Deutschland 410.000 Tests vorgenommen worden. In Großbritannien seien es in diesem Zeitraum 100.000 gewesen. Derzeit betrage die Testkapazität mehr als eine Viertelmillion pro Woche. Das lasse sich voraussichtlich bis auf 360.000 Tests pro Woche steigern. Selbst bei dieser hohen Zahl handele es sich aber um eine Ressource, die sinnvoll genutzt werden müsse.

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