„Ich wechsle nur den Schreibtisch“, sagt Karl-Josef Jansen. Im Ruhestand will sich Ostfilderns langjähriger Stadtplaner Forschung und Lehre widmen. Foto:  

Das Siedlungsprojekt Scharnhauser Park umzusetzen, war eine zentrale Aufgabe des Ostfilderner Stadtplaners Karl-Josef Jansen. In seinem Ruhestand will er nun seine Doktorarbeit vollenden.

Ostfildern - Kaum eine Kommune im Land hat in den vergangenen 25 Jahren ihr Gesicht so verändert wie Ostfildern. Mit dem Scharnhauser Park bekam die Stadt auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne „Nellingen Barracks“ eine moderne Mitte, die heute Wohnraum für an die 9000 Menschen bietet. Diesen Wandel an verantwortlicher Stelle von Anfang erfolgreich mitgestaltet zu haben, ist Karl-Josef Jansens Lebensleistung. Als Stadtplaner hat er gegen manchen Widerstand darüber gewacht, dass die von der Architektin Sophie Wolfrum gesetzten Qualitätsstandards im Wesentlichen umgesetzt wurden. Eine Beharrlichkeit, die sich auszahlte: 2006 bekam Ostfildern für sein mutiges Siedlungskonzept den Deutschen Städtebaupreis und setzte sich damit gegen prominente Kontrahenten wie München (Flughafen-Gelände Riem) und Ulm (Neue Mitte) durch. Wenn sich Jansen Ende des Monats in den Ruhestand verabschiedet, kann er für sich reklamieren, einen entscheidenden Beitrag für diese und weitere Auszeichnungen wie den europäischen „Climate Star“ (2002) geleistet zu haben.

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