Von einst rund 10 000 Wasserbüffeln sind nach Angaben von Bauern nur noch 1500 übrig, seit auf ihrem Weideland der neue Großflughafen von Istanbul entstand. Foto: Güsten

Er soll den Bosporus entlasten, und die schweren Frachter und Tanker umleiten – Doch der Istanbul-Kanal, Präsident Erdogans Milliarden-Projekt, bringt Viehzüchter, Dorfbewohner und Fischer in die Bredouille.

Baklali - In Baklali duftet es nach Büffelmist und Frühling – aber nicht mehr lange, so heißt es im Dorfgasthof. Bald werde es hier keine Büffel mehr geben, kein hundertjähriges Dorf und keine Bauern, prophezeien die Dorfbewohner, die im Lokal zusammensitzen und Tee trinken. Das neueste Mega-Projekt von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan soll hier gebaut werden: der Kanal Istanbul. Unmittelbar an Baklali vorbei soll der Kanal führen und von neuen Satellitenstädten für Istanbul gesäumt werden – so viel können sich die Bauern aus den öffentlichen Äußerungen der Regierung zusammenreimen. Was dann aus ihnen und ihrem Dorf werden soll, hat ihnen allerdings noch niemand gesagt.

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