Premier Boris Johnson legt in seinem Land ein hohes Tempo bei den Impfungen vor. Foto: d/Stefan Rousseau

Großbritannien liegt beim Impfen derzeit sogar vor dem Zeitplan, den die Regierung ausgegeben hatte. Nach 100 Tagen haben über 25 Millionen Bürger mindestens eine Dosis bekommen.

London - In Großbritannien haben nun mehr als 25 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sei fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. „Der jüngste Meilenstein ist eine unglaubliche Leistung“, twitterte Premierminister Boris Johnson. Gesundheitsminister Matt Hancock betonte: „Es ist eine nationale Aufgabe, eine der größten logistischen Aufgaben seit dem Zweiten Weltkrieg, und ich danke allen, die daran beteiligt sind.“

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Mittlerweile sind auch alle über 50-Jährigen aufgerufen, sich impfen zu lassen. Damit liegt die Regierung deutlich vor dem eigenen Zeitplan, dieser Altersgruppe bis Mitte April eine erste Dosis anzubieten. Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen die Möglichkeit haben.

Briten schwer betroffen

Insgesamt haben gut 25,3 Millionen Menschen eine erste Dosis erhalten, davon 1,76 Millionen die zweite Impfung, die für den vollen Schutz notwendig ist. „Dies ist eine außergewöhnliche Leistung, genau 100 Tage, nachdem Margaret Keenan die erste Spritze erhielt“, sagte Hancock. Die heute 91-jährige Keenan war am 8. Dezember 2020 offiziell als erste mit dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer geimpft worden.

Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas, mehr als 125 000 Menschen sind mit oder an Covid-19 gestorben. Die Regierung meldete am Mittwoch 5758 Neuinfektionen und 141 Todesfälle binnen 24 Stunden, jeweils etwas mehr als am Vortag.

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