Regierungstruppen hatten sich in Aleppo Gefechte mit der SDF-Miliz geliefert. Foto: AFP/Bakr Alkasem

Eine politische Einigung in Syrien scheint in weiter Ferne. In Aleppo hatte es zuletzt tagelang Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Miliz SDF gegeben.

Gemüsehändler am Straßenrand, eine belebte Einkaufsstraße, Fußgänger mit Regenschirmen: In Aleppo sei nach tagelangen Gefechten wieder der Alltag eingekehrt, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana aus der nordsyrischen Millionenstadt. Regierungstruppen hatten dort am Sonntag die kurdisch dominierte Miliz SDF aus dem letzten kurdisch kontrollierten Stadtteil vertrieben. Mit dem Alltag nach den Kämpfen könnte es aber bald wieder vorbei sein. Regierung und Kurden rüsten östlich der Stadt für einen neuen Krieg. An dem Konflikt im Norden Syriens könnte sich entscheiden, ob Syrien nach dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad auseinanderbricht. Minderheiten wie die Kurden misstrauen der islamistischen Übergangsregierung in Damaskus. Jetzt geht es um die Frage, welchen Platz die Kurden im neuen Staat haben sollen. „Die Kurden können Syrien zusammenhalten oder auseinanderreißen“, schrieb der kurdische Journalist Hussain Jummo im US-Magazin „New Lines“.

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