Foto: pexels.com - pexels.com

Ein Juwelier zu sein bedeutet, die eigene Arbeit mit den kostbaren und schönen Dingen des Lebens harmonisch zu vereinen. Im Gegensatz zum Beruf des Goldschmieds, für den eine 3 1/2 jährige Ausbildung erforderlich ist, gibt es keine staatliche Ausbildung und Prüfung für Juweliere. Eine abgeschlossene Schulbildung sollte dennoch vorhanden sein. Sie ist generell für alle Berufszweige ein wichtiges Fundament für einen erfolgreichen beruflichen Lebensweg.

Was ein Juwelier repräsentieren sollte

Schmuck hat die Menschen seit Urzeiten begeistert. Schon frühere Kulturvölker schmückten sich mit Muscheln, Federn und vielem mehr. Auch heute gibt es kaum einen Menschen, der nicht über diverse Schmuckstücke und eine Uhr verfügt. Neben der immensen Vielfalt an Trauringen, die eine enge Verbundenheit symbolisieren, verkörpern Kreuze, Davidsterne oder die Hand der Fatima eine religiöse Bedeutung. Edelsteine wiederum machen Ketten, Ringe und Armbänder zu einem besonderen Wert, da sie zeitlos sind und oftmals bezaubernde Erinnerungen in sich bergen.

Ein ausgeprägtes Interesse an Schmuck und Uhren ist eine grundlegende Basis, um als Juwelier arbeiten zu können. Einfühlsamkeit und Sprachgewandtheit sind weitere Grundvoraussetzungen, die ein solcher Beruf mit sich bringt. Kundinnen und Kunden möchten und müssen gut beraten werden. Dies setzt auch entsprechende Materialkenntnisse voraus. Ein Juwelier sollte sich in der Welt der Edelsteine ebenso gut auskennen wie mit aktuellen Gold- und Silberpreisen. Juweliere benötigen ferner eine gute Feinmotorik, um mögliche Anpassungen oder kleine Reparaturen an Schmuckstücken vornehmen zu können.

Aus all diesen Gründen sollte sich ein Juwelier zu seiner Arbeit hingezogen fühlen. Sein Auftrag liegt in einer besonderen Befähigung, mit Menschen ebenso gut umgehen zu können wie mit seiner wertvollen, oft filigranen Ware.

Vorteile als Juwelier mit kaufmännischer Ausbildung

Während einer Ausbildung als Fachverkäufer im Bereich Schmuck, Uhren, Gold- und Silberwaren werden umfassende Kenntnisse erworben. Sie beinhaltet die Preiskalkulation, Dekoration der Warenauslagen, buchhalterisches Wissen sowie das Erstellen von Tagesabschlüssen. Sie verinnerlicht ferner die Kundenberatung und vermittelt, wie mit möglichen Reklamationen taktisch umzugehen ist. Der Umgang mit diversen Zahlungsmitteln, das Begleichen von Lieferantenrechnungen, die Aufbewahrung von Belegen und das Durchführen von Inventuren werden ebenfalls von einer kaufmännischen Ausbildung umfasst. Natürlich muss ein Juwelier auch wissen, wie hoch die Kosten bei Kreditkarten sind und wie mit deren Abrechnungen zu verfahren ist. Diese umfangreichen kaufmännischen Komplexe spielen daher auch für einen Juwelier eine alltägliche Rolle.

Nicht zu vergessen ist der Sinn für Kreativität und Ästhetik. Wunderschön dekorierte Auslagen sind stets die Visitenkarte eines Juweliers. Er überzeugt weiterhin mit einem gepflegten Auftreten. Ausstrahlung, Freundlichkeit und Esprit sind weitere Vorzüge, die ihm einen Kundenstamm sichern. Die Arbeit eines Juweliers gleicht einer Berufung. Er selbst muss fasziniert von seiner Tätigkeit sein und sein Gewerbe mit Herz und Seele ausüben.

Hohe Planbarkeit durch geregelte Arbeitszeiten

Feste Geschäftszeiten garantieren einen strukturierten Tagesablauf, der auch dem Privatleben viel Spielraum und Planbarkeit ermöglicht. Auch lassen sich einige kaufmännische Tätigkeiten zwischendurch erledigen, wenn keine Kunden zu bedienen sind. Die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie ist für einen Juwelier daher recht gut zu organisieren. Natürlich kann es im Weihnachtsgeschäft oder bei Inventurabschlüssen auch hektisch werden, aber dies sind Ausnahmen, die vorhersehbar sind.

Berufliche Chancen

Gute Chancen, um einen Arbeitsplatz als Juwelier zu finden, ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, respektive Fachverkäufer für Schmuck, Uhren, Gold- und Silberwaren. Sie vermittelt alle erforderlichen Kenntnisse dieser Branche und bietet ein gutes Standbein für Bewerbungsgespräche. Ein Juwelier kann als Angestellter in einem Juweliergeschäft oder Warenhaus arbeiten. Beide Optionen schließen natürlich den Onlinehandel nicht aus. Diverse Fortbildungen ermöglichen in großen Unternehmen schließlich den Aufstieg zum Abteilungs- oder Filialleiter. Letztendlich ist auch die Selbständigkeit eine Option, sofern eine entsprechende kaufmännische Ausbildung in diesem Fachbereich vorliegt.

Eigene Schmuckherstellung als Goldschmied

Wer als Juwelier an der eigenen Herstellung von Schmuck interessiert ist, kann seine Karriere mit einer Ausbildung zum Goldschmied stärken. Eine hervorragende Feinmotorik, Kreativität und ein gutes Sehvermögen sind die Grundvoraussetzungen für die Tätigkeiten eines Goldschmieds. Auf diese Weise lassen sich Juwelier und Goldschmied sehr gut miteinander verbinden und bereiten gemeinsam den Weg zur persönlichen Selbstverwirklichung.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: