Der Bundesligist KSV Esslingen verliert beim JSV Speyer mit 6:8 und macht den Kampf um die Endrunde spannend.
Es wird immer wahrscheinlicher, dass Chefcoach Carsten Finkbeiner von Judo-Bundesligist KSV Esslingen mit seiner Vermutung recht haben wird, dass es im Rennen um Einzug in die Endrunde auf die Unterbewertungen ankommen könnte. Dazu haben die Esslinger jedoch selbst beigetragen, indem sie beim JSV Speyer mit 6:8 ihre erste Saisonniederlage kassierten.
Spannung bis zum Schluss
Denn nun stehen nun mit dem TSV Abensberg, dem KSV und Speyer drei Mannschaften mit acht Punkten an der Tabellenspitze, wobei aufgrund der besseren Unterbewertung Abensberg die Tabelle anführt und Speyer noch eine Begegnung weniger gekämpft hat. Aus Esslinger Sicht wird der 7. Kampftag spannend, wenn Abensberg und Speyer aufeinandertreffen. Mit einem Sieg könnte sich Speyer uneinholbar an die Spitze setzen, ansonsten haben alle drei Teams noch die Möglichkeit, vorne zu landen.
Die Esslinger trafen wie erwartet auf einen hoch motivierten Gegner. Doch die erste Runde startete vielversprechend für sie mit Siegen von Dimitri Peters (über 100 Kilogramm) und Bagrati Niniashvili (bis 73 Kilogramm). Aber schon nach drei Sekunden holte Franz Haettich gegen Levi Märk (bis 90 Kilogramm) den Anschlusspunkt für Speyer und Felix Kurz, bis 81 Kilogramm eingewogen, unterlag dem deutlich schweren Andreas Benkert in der Klasse bis 100 Kilogramm. Bis 60 Kilogramm brachte Jaba Papinashvili gegen Irakli Kupatadze wieder den KSV in Führung. Bis 81 Kilogramm machte sich wieder der Gewichtsunterschied des eigentlich bis 73 Kilogramm kämpfenden Etienne Zeiger gegen Yves-Michel Touna bemerkbar, der zum 3:3 ausglich. Bis 66 Kilogramm lieferten sich Lukas Klemm und der georgische Meister Tango Zirakashvili einen harten Kampf auf Augenhöhe. Erst in der Verlängerung gelang dem Georgier zur Halbzeit eine Führung für die Gastgeber.
Varlam Liparteliani wird Favoritenrolle gerecht
In der Rückrunde war erneut nicht das Glück auf Esslinger Seite. Nach dem Auftaktsieg von Daniel Udsilauri gegen Teimuraz Tsimakuridze (über 100 Kilogramm) waren mehrere Kämpfe sehr knapp. Zunächst unterlag Bagrati Niniashvili bis 73 Kilogramm Philip Müller. Etienne Zeiger zeigte bis 90 Kilogramm gute Ansätze, scheiterte aber an dem Gewicht seines deutlich schwereren Gegners. Varlam Liparteliani wurde bis 100 Kilogramm seiner Favoritenrolle gerecht und holte rasch den fünften Punkt für den KSV. Fabian Häßner dominierte lange gegen Irakli Kupatadze bis 60 Kilogramm, um dann in der letzten Minute Waza-Ari zu fallen. Auch Felix Kurz bestimmte klar das Geschehen in den ersten Minuten bis 81 Kilogramm, doch in der Verlängerung machte auch hier der Speyerer den entscheidenden Wurf. Obwohl Speyer schon mit 8:5 uneinholbar in Führung lag, zeigte Lukas Klemm nochmals eine starke Leistung und holte in der Wiederholungsbegegnung gegen Tango Zirakashvili mit einem Ippon den Punkt zum 6:8-Endstand aus KSV-Sicht.