Zwei glatte Ippon-Siege steuerte Levi Märkt (rechts, im Kampf gegen den Rüsselsheimer Tobias Schirra) zum 12:2-Erfolg der Esslinger Bundesliga-Judokas bei. Foto: Rudel/Herbert Rudel

Die Esslinger Bundesliga-Judokas wollen die Saison mit Würde beenden. Das 12:2 gegen Rüsselsheim war dabei ein guter Anfang.

Mit einem glatten 12:2-Erfolg gegen den JC Rüsselsheim haben sich die Esslinger Bundesliga-Judokas in die Sommerpause und für diese Saison zugleich von ihrem Heimpublikum verabschiedet. Darüber hinaus untermauerten sie mit dem souveränen Sieg in der heimischen KSV-Halle ihren dritten Tabellenplatz in der Südgruppe und hielten die nurmehr theoretische Chance, doch noch in die Finalrunde einzuziehen, zumindest weiter aufrecht.

Dass dies noch gelingen könnte, hat Esslingens Teamchef Carsten Finkbeiner indes schon so gut wie abgehakt. Zwei Kampftage der regulären Saison stehen im September noch aus, wobei die KSVler in Erlangen und Offenbach durchaus lösbare Aufgaben vor der Brust haben. Das gilt im selben Atemzug aber auch für die um jeweils drei Zähler besser platzierten Leipziger und Abensberger, von denen zumindest einer gehörig patzen müsste, damit Esslingen noch vorbeiziehen kann. Realistisch ist das allerdings nicht.

Verletztenmisere war nicht aufzufangen

„Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir nicht in die Finalrunde eingezogen sind“, sagte Finkbeiner nach der starken Leistung seiner Mannschaft gegen die chancenlosen Rüsselsheimer. Aber dieses Mal werde es nun eben so sein, fügte er hinzu. Mit der gegen den JCR gezeigten Leistung eines nach wie vor ersatzgeschwächten Teams sei er dennoch absolut zufrieden. „Auch wenn das für die Endabrechnung keine wesentliche Rolle mehr spielt, haben die Jungs gezeigt, dass sie sich würdig verabschieden wollen.“

Ausschlaggebend dafür, dass es in dieser Runde nicht für mehr gereicht hat, war aus Sicht des Bundesliga-Machers beim KSV, „die Verletztenmisere an den ersten beiden Kampftagen“. Das Unentschieden in Sindelfingen und die knappe Heimniederlage gegen Abensberg seien einfach nicht mehr aufzufangen gewesen, bilanziert Finkbeiner. „Doch alles Hätte, Wenn und Aber nützt nichts. Es hat halt nicht gereicht.“

Finkbeiner hofft auf eine „schöne Saison 2023“

Unabhängig davon, muss sich der KSV für die nächste Saison neu orientieren. „Wir haben einige ältere Akteure, die wohl aufhören werden“, wirft der Teamchef den Blick nach vorne. Andererseits hat man auch Youngster wie Levi Märkt oder George Udsilauri in den eigenen Reihen, die ihr Können nicht nur gegen Rüsselsheim unter Beweis stellen konnten. Hinzu kommt eine ganze Reihe von Mittzwanzigern wie Maximilian Heyder, Fabian Häßner, Schamil Dzavbatyrov oder Frank De Wit, die sicher noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen sind.

Bange ist Finkbeiner daher vor der Zukunft nicht . Nicht vor den beiden noch ausstehenden Kampftagen nach der Sommerpause und schon gar nicht vor der nächsten Bundesliga-Runde. Einen Wunsch hat der KSV-Teamchef dann aber doch: „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir 2023 einfach eine schöne Saison haben könnten. Eine, in der wir wegen Verletzungen oder Corona nicht ständig improvisieren müssen, sondern die wir einfach mit dem besten Team durchziehen können“, erklärte er.