Der Esslinger Judo-Bundesligist legt nach der Sommerpause mit dem 13:1-Erfolg in Rüsselsheim bravourös los und hat den Süd-Titel im Blick.
Es war ein Judo-Bundesliga-Kampftag ganz nach dem Geschmack des KSV Esslingen: Durch den 13:1-Sieg beim JC Rüsselsheim und der zeitgleichen 4:10-Niederlage des JSV Speyer gegen den TSV Abensberg hat der KSV noch alle Chancen auf die Südmeisterschaft der Liga und den Einzug in die Play-offs.
Die Ausgangslage vor dem Wochenende war die Tabellenführung der Abensberger vor Speyer und Esslingen. Jedoch hatte Abensberg schon eine Begegnung mehr auf dem Konto als die beiden Konkurrenten. Klar war: Der KSV musste an allen drei verbleibenden Kampftage möglichst hoch gewinnen, um die Play-offs zur erreichen.
Deshalb gingen die Esslingen in Rüsselsheim erneut mit einem sehr starken Team auf die Matte – und das machte sich bezahlt. Nach dem Auftaktsieg des Eigengewächses Felix Kurz in der Klasse bis 81 Kilogramm gegen Andreas Höhl unterlag Maximilian Heyder bis 60 Kilogramm dem Ukrainer Dilshot Khalmatov, der in diesem Jahr schon den Grand Prix in Zagreb gewonnen hatte. Doch dann war das Esslinger Team nicht mehr zu halten: Durch Siege von Jano Rübo (bis 73 Kilogramm), Sven Heinle (über 100 Kilogramm), Goeroge Udislauri (bis 100 Kilogramm), Lukas Klemm (bis 66 Kilogramm) und Frank de Wit (bis 90 Kilogramm) lag der KSV zur Halbzeit schon mit 6:1 in Führung.
Durch die Stimmung getragen blieb das Team in der Rückrunde fehlerlos und sicherte sich alle Siege mit vollem Punkt zum 13:1-Endstand. Auch Maximilian Heyder gelang diesmal ein Ipponsieg gegen Dilshot Khalmatov.
KSV-Trainer Carsten Finkbeiner war natürlich sehr zufrieden mit der Leistung des Teams, das auf den zweiten Tabellenplatz vorrückte. „Uns trennen aktuell acht Einzelkämpfe von den Abensbergern, und diese haben nur noch einen Kampftag, wir dagegen zwei“, erklärte er und rechnete vor: „Wenn wir also von den noch stattfindenden 28 Einzelkämpfen mindestens 21 gewinnen, kann uns Abensberg selbst mit einem 14:0-Sieg gegen Rüsselsheim nicht mehr die Südmeisterschaft nehmen. Das ist eine Herausforderung, aber keine unmögliche Aufgabe.“
Zum Heimkampf am 9. September erwartet der KSV den Fünften 1. JC Samurai Offenbach, am 23. September kommt der Siebte TV 1848 Erlangen. Mit vollem Fokus auf die Einzelbegegnungen und der Unterstützung der Fans will das Team noch an Abensberg vorbei auf Platz eins springen.