Die Deutschen sind grantig. Missmut und Unzufriedenheit prägen das politische Klima. Doch die Zukunft gewinnen lässt sich auf diese Weise nicht.
Es ist nicht eben einfach, dem lauten Klagen und stillen Zagen etwas entgegenzusetzen. Schließlich jammert man selbst gern und ausgiebig. Grund, unzufrieden zu sein, gibt es allenthalben. Denn „leider sind auf diesem Sterne eben / Die Mittel kärglich und die Menschen roh. / Wer möchte nicht in Fried und Eintracht leben? Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so.“ So meckert schon der Bettlerkönig Peachum in Brechts „Dreigroschenoper“, die zu Zeiten spielt und notiert wurde, in denen es weiß Gott genug zu lamentieren gab. Und im Buch der Bücher heult der Gottesknecht Hiob: „Das Seufzen ist mein Brot geworden, / wie Wasser strömen meine Klagen aus.“
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