Provokateur mit der Raucherstimme: Ignazio La Russa Foto: Imago//Ettore Ferrari

Roms neuer Senatspräsident Ignazio La Russa pflegt einen skurrilen Hang zum Faschismus. Ist das nur eine verstörende Pose?

Es war die denkwürdigste Stabsübergabe, die Italiens kleine Parlamentskammer erlebt hat: Die 92-jährige Auschwitz-Überlebende Liliana Segre leitete als Alterspräsidentin die erste Sitzung des neu gewählten Senats und schilderte mit bewegten Worten, wie sie als siebenjähriges Mädchen 1938 in Mailand von den Faschisten von der Schulbank abgeführt und später nach Deutschland deportiert wurde. Dass sie jetzt, hundert Jahre nach der Machtergreifung von Benito Mussolini für einen Tag den Senat präsidieren dürfe, „lässt mich fast schwindelig werden“, erklärte die betagte Senatorin. Dann verkündete Segre den Namen des neuen Senatspräsidenten: Ignazio La Russa, Mitglied der postfaschistischen Fratelli d’Italia, der Partei von Giorgia Meloni. Als La Russa den Präsidentensessel erklomm, übergab er Segre einen großen Strauß weißer Rosen.

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