Die Queen und das Königshaus sind in Großbritannien sehr beliebt. Ob das Interview von Harry und Meghan daran etwas ändert? Foto: dpa/Matt Dunham

Die britische Anti-Monarchie-Bewegung „Republic“ sieht sich durch das Interview mit Harry und Meghan in ihrer Forderung bestätigt, das Königshaus abzuschaffen.

London - Die britische Anti-Monarchie-Bewegung „Republic“ fühlt sich durch das Interview von Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry (36) in ihrer Forderung nach Abschaffung des Königshauses bestätigt. „Die Monarchie wurde gerade von der schwersten Krise seit der Abdankung (von King Edward VIII.) im Jahr 1936 erfasst“, teilte die Bewegung am Montag auf ihrer Webseite mit. Das Interview habe gezeigt, dass die Monarchie „bis ins Innerste verfault ist und nicht die britischen Werte widerspiegelt“, hieß es weiter.

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In dem Gespräch, das zu großen Teilen am Sonntagabend (US-Ortszeit) ausgestrahlt wurde, erhob das Paar schwere Vorwürfe gegen die britische Königsfamilie. Unter anderem berichtete Meghan, es habe innerhalb der Familie Spekulationen über die Hautfarbe ihres Sohnes Archie (1) vor dessen Geburt gegeben. Sie habe zudem trotz Suizidgedanken keine Unterstützung erhalten.

In Umfragen hatte sich zuletzt gerade mal ein Fünftel der Briten für eine Abschaffung der Monarchie ausgesprochen. Die große Mehrheit wollte das Königshaus hingegen beibehalten. King Edward VIII. dankte 1936 ab, um die US-Schauspielerin Wallis Simpson heiraten zu können. Sein Nachfolger, King George VI., war der Vater der heutigen Königin Elizabeth II. (94). Die Beziehung des Königs mit einer geschiedenen US-Amerikanerin war damals ein großer Skandal und wurde oft zu Vergleichen mit Harry und Meghan herangezogen.

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