Instagram stellt die Accounts von unter 18-Jährigen standardmäßig in den privaten Modus (Symbolbild). Foto: imago/Pixsell/Borna Filic/PIXSELL

Instagram testet neue Funktionen, um Nutzer unter 18 Jahren vor unerwünschtem Kontakt mit Erwachsenen zu schützen. So schaltetet Instagram diese Konten automatisch in den Privat-Modus.

Stuttgart - Um junge Menschen vor unerwünschten Nachrichten und Kommentaren von erwachsenen Nutzern zu schützen, stellt Instagram von nun an neue Accounts von unter 18-Jährigen automatisch in den privaten Modus. Nutzer unter 18 Jahren, die schon einen bestehenden Account haben, sollen einen Hinweis angezeigt bekommen und dazu aufgefordert werden, ihren Account in den privaten Modus zu stellen.

Es ist allerdings weiterhin möglich, auch als unter 18-Jähriger einen öffentlichen Account zu haben. Die neue Funktion führte laut Instagram in der Testphase dazu, dass acht von zehn Nutzern ihren Account privat ließen.

Bei einem privaten Account können nur Follower die eigenen Posts oder Storys sehen und kommentieren. Auch in der Hashtag-Suche tauchen die Inhalte nicht mehr auf.

Auffällige Nutzer können Minderjährigen nicht mehr folgen

Des Weiteren entwickelt Instagram zurzeit eine Technologie, die verdächtiges Verhalten von Nutzern erkennen soll. Sollte ein Account eines Erwachsenen von einem Jugendlichen gesperrt oder gemeldet worden sein, wird dieser als „potenziell verdächtig“ markiert.

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Diese Accounts bekommen dann keine Profile von Minderjährigen mehr angezeigt. Wenn sie nach diesen Accounts mit dem Nutzernamen suchen, können sie diesen nicht folgen und keine Beiträge kommentieren. Zurzeit wird diese Funktion in den USA, Frankreich und Großbritannien getestet. Wann sie auch nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

Bei allen seinen Änderungen beruft sich Instagram auf das Alter, das die Nutzer bei der Anmeldung angegeben haben. Da dieses nicht kontrolliert wird, könnten junge Nutzer weiterhin ein falsches Alter angeben, um die Funktion zu umgehen.

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