Der alte Sieger ist auch der neue: 2018 setzte sich Ralph Stiller aus Filderstadt mit seinem ausdrucksstarken Foto "Waldrapp" an die Spitze des Rankings. Sein Siegerbild in diesem Jahr trägt den Titel "Triple" und kommt aus der Kategorie "Verkehrte Welt". Foto: Ralph Stiller

Mit rund 750 Fotos, die in diesem Jahr beim Blende-Wettbewerb der Eßlinger Zeitung online eingereicht worden sind, haben die Amateurfotografen alle Rekorde gebrochen. In den vergangenen Jahren waren stets zwischen 400 und 500 Bilder eingereicht worden. Jetzt wurden die Sieger des diesjährigen Fotowettbewerbs unserer Zeitung gekürt.

Kreis EsslingenHongkong, Brügge, Südtirol, Duisburg oder die Schwäbische Alb: Die Blende-Fotografen sind ein unternehmungslustiges Völkchen und kommen viel herum. Was sie in der Ferne und vor der eigenen Haustür so alles fotografisch einfangen haben, kann sich sehen lassen. „Sie haben uns wieder viele außerordentlich gelungene Fotos geschickt“, schwärmte denn auch EZ-Chefredakteur Gerd Schneider bei der Siegerehrung. Nicht nur von der Qualität, auch von der Menge der eingereichten Fotos war er begeistert. In diesem Jahr haben sich noch mehr Fotofans an dem Wettbewerb beteiligt und mit 748 Bildern alle Rekorde gebrochen. „Das ist ein stolzes Ergebnis.“

Dass man nicht unbedingt in die Ferne schweifen muss, um ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen, zeigt Ralph Stiller aus Filderstadt mit seinem Siegerfoto „Triple“. Denn das Bild der drei fliegenden Schwäne, die er kurz nach dem Start vor die Linse bekommen hat, ist an einem See in der Nähe von Donaueschingen entstanden. „Im März gibt es dort viele Flugbewegungen“, erzählte der Fotoenthusiast, der sich im vergangenen Jahr ebenfalls die Goldmedaille geholt hat. So hat er sich in aller Herrgottsfrühe auf den Weg gemacht und mal eben „300 bis 400 Bilder durchgejagt“. Ob eines dabei ist, das seinen Qualitätskriterien standhält, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht: „Denn ich lege sehr großen Wert darauf, dass die Schärfe hundertprozentig stimmt.“ Wieder daheim, stellte er fest, dass nicht nur die Schärfe passt: „Ich habe großes Glück gehabt, dass ich die Schwäne genau in dieser Konstellation erwischt habe.“

Die Schwäbische Alb und ihre Insekten sind Werner Scheurles Ding. Weil der Esslinger viel Zeit in Wald und Flur verbringt und ganz genau hinschaut, hat er auf einem Baumstamm einen Ölkäfer entdeckt, der einen tagaktiven Nachtfalter, der sich ebenfalls dort niedergelassen hat, fokussiert. Dass er dieses „Stelldichein“ mit einer „ganz normalen Kamera, die gar nicht teuer war“, eingefangen hat, freut den Naturliebhaber ebenso wie der zweite Platz, den es als Lohn für das gelungene Foto gab.

Nicht weit laufen, musste Sonja Sayer für das drittplatzierte Foto „Princess“. Denn die Blume wächst in ihrem Garten: „Sie ist fast wie Unkraut, aber eben auch sehr fotogen.“ Und da sie ein ausgemachter „Blümchenfan“ ist, nimmt sie die Prinzessin immer wieder in den Sucher.

Das Wettbewerbsthema „Special Moments“ hat den ambitionierten Amateurfotografinnen – und fotografen besonders gefallen. 234 Bilder wurden zu diesem Thema eingereicht. „Blumen“, landete mit 204 Fotos auf dem zweiten Platz, gefolgt von „In Bewegung“ (193) und „Verkehrte Welt“ (117). Da wieder viele fotografisch anspruchsvolle Fotos eingereicht wurden, hatte die Jury, zu der neben EZ-Marketingleiter Dieter Meyer, dessen Mitarbeiterin Chantal Pfeil sowie EZ-Fotograf Roberto Bulgrin und EZ-Redakteur Patrick Kuolt gehören, jede Menge zu tun.

Die preisgekrönten Fotos des lokalen Wettbewerbs sind bereits in Frankfurt, wo sie beim bundesweiten Wettbewerb mit Tausenden Blende-Bildern ins Rennen gehen. Die EZ-Jury hofft, dass unsere Leserinnen und Leser sich bei der „Blende 2019“ wieder so gut schlagen wie in den vergangenen Jahren und auch bundesweit kräftig punkten.

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