Eingetrübte Lage: Die deutsche Maschinenbau-Industrie muss ihre Produktionsprognose erneut senken. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Erst im März wurde eine schwächere Produktion für die deutsche Maschinenbau-Industrie prognostiziert. VDMA-Präsident Karl Haeusgen warnt: Auch diese lässt sich nicht halten. Die Gründe sind vielfältig.

Frankfurt/Main - Die deutsche Maschinenbau-Industrie steht bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr vor einer Senkung ihrer Produktionsprognose.

Die Lage habe sich binnen kurzer Zeit extrem eingetrübt, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Karl Haeusgen, der "Welt am Sonntag". Die bereits im März von 7 auf 4 Prozent gesenkte Prognose lasse sich nicht mehr halten, erklärte er vor Beginn der Hannover Messe an diesem Sonntag.

Haeusgen begründete den Schritt mit einer Vielzahl von Risiken, angefangen beim Ukraine-Krieg über den Lockdown in China bis hin zur Inflation und gestörten Lieferketten. "Den Unternehmen fehlen Halbleiter und etliche andere Elektronik-Bauteile, aber auch bei Metallen und Kunststoffen spitzt sich die Lage wieder zu. Und da hat der China-Lockdown für uns wesentlich heftigere Auswirkungen als der russische Angriffskrieg", sagte der VDMA-Präsident. Ein Gas-Embargo Russlands würde die Lage aus Sicht der Betriebe weiter verschärfen.