So soll die neue Konzernzentrale der Allianz in Vaihingen aussehen. Markant ist das 60-Meter-Hochhaus.Visualisierung: Gerber Architekten Quelle: Unbekannt

Stuttgart (eh) - Die Allianz Deutschland AG will einen dreistelligen Millionenbetrag in eine neue Zentrale auf den Fildern investieren. Der Gebäudekomplex im Stadtteil Vaihingen wird 4500 Mitarbeitern modernste Arbeitsplätze bieten.

Der Sieger des Architektenwettbewerbs steht jetzt fest. Das Dortmunder Planungsbüro Gerber Architekten, das sich unter anderem mit Hochschulbauten und Bibliotheken weltweit einen Namen gemacht hat, überzeugte die Preisrichter mit seiner zeitgemäßen Formensprache - gleichzeitig wurden die klimatologischen und städtebaulichen Vorgaben erfüllt. „Ich sehe den Entwurf als angemessenen Auftakt für den Synergiepark“, sagt Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt.

Auf dem rund 50 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Heßbrühlstraße soll ein Ensemble aus fünf unabhängigen Gebäuden entstehen. Drei der Gebäudeteile bilden eine Einheit und sind im Erdgeschoss über eine zentrale Eingangshalle miteinander verbunden, die beiden anderen Gebäude erhalten gesonderte Zugänge. Große Innenhöfe versorgen den Verbindungsbereich mit Tageslicht. In zwei Untergeschossen wird es Konferenzräume und Betriebsgastronomie geben, auch eine Sporthalle mit drei Feldern ist vorgesehen. Markant sticht ein 16-stöckiges Hochhaus hervor. Es definiert den zentralen Haupteingang und betont den neuen Platz. Dessen zentrales Gestaltungselement ist eine Eiche, die mit einem geschätzten Alter von rund 100 Jahren ein Wahrzeichen des Stadtbezirks ist. In einer Tiefgarage werden 1500 Parkplätze entstehen. Von den insgesamt rund 170 000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen allein 70 000 unter der Erde.

In Vaihingen will der Konzern die Mitarbeiter von 20 Einzelgesellschaften, die bislang in der Innenstadt angesiedelt sind, unter einem Dach vereinen. „Wir brauchen einen zeitgemäßen Standort, der die Anforderungen eines kundenorientierten und digitalisierten Versicherungsbetriebs erfüllt“, betont Allianz-Standortleiter Rainer Hagenbucher. Er freut sich auf „lebendige Räume für neue Formen der Zusammenarbeit“ im digitalen Zeitalter. Allerdings muss er darauf noch eine ganze Weile warten: Die neue Konzernzentrale wird wohl erst im Jahr 2022 bezugsfertig sein. Zunächst einmal muss der Stuttgarter Gemeinderat die Voraussetzungen für den Neubau schaffen und einen neuen Bebauungsplan verabschieden - das wird wohl erst Ende nächsten Jahres geschehen. Derzeit wird das Gelände als Sportanlage genutzt.

Mit der Investition in dreistelliger Millionenhöhe zeige die Allianz, dass sie sich langfristig an den Standort Stuttgart binden möchte, betont Hagenbucher.

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