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Wer in Stuttgart wohnen möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Im gesamten Stadtgebiet sind die Preise deutlich gestiegen, Vorreiter ist der im Westen gelegene Bezirk, der als Beliebtester der Stadt gilt.

Die Beliebtheit des westlichen Stuttgarter Stadtbezirks ist ungebrochen groß. Immer mehr Verbraucher möchten in S-West leben. Die hohe Nachfrage sorgt dafür, dass die Immobilienpreise weiter steigen und auf einem neuen Rekordniveau liegen. Im Neubau müssen schon jetzt Quadratmeterpreise zwischen 4000 und 6000 Euro gezahlt werden. Neben den Kaufpreisen legen auch die Mieten drastisch zu. Bei neuen Wohnungen bewegen sich die Quadratmeterpreise längst zwischen 18 und 25 Euro.

Die starken Preisanstiege beim Stuttgarter Wohnraum sorgen aber nicht nur für Begeisterung. So sehen Architekten, die seit Jahren in der Stadt aktiv sind, die Entwicklung eher kritisch und erklärten zuletzt, dass sich mit den dauerhaften Preisanstiegen wohl auch das Viertel im Westen Stuttgarts langfristig ändern würde. Schon jetzt lässt sich beobachten, wie alte Häuser, die das Stadtbild über Jahrzehnte hinweg geprägt haben, immer wieder neuen Luxuswohnungen weichen müssen. Doch auch die Menschen in S-West selbst verfolgen den Wandel ihres Viertels mit Sorge. Die hohen Mieten und Immobilienpreise treiben viele Bewohner in finanzielle Notsituationen.

Zuletzt sorgten Mieter für Aufsehen, die sich gegen die geplanten Modernisierungsmaßnahmen ihrer Wohnungen wehrten. Aufgrund der Sanierungen würde die Miete für die betroffenen Verbraucher um 130 Prozent steigen. Für viele Stuttgarter sind diese Vorhaben Luxussanierungen, die vor allem ins Leben gerufen werden, um die Menschen, die bislang noch in den günstigen Wohnungen leben, zu vertreiben. Der Wandel bei den Wohnangeboten trägt in Stuttgarter derweil dazu bei, dass im Westen immer weniger Wohnraum für Familien zur Verfügung steht. Große Wohnungen werden von den Besitzern vorwiegend als Wohngemeinschaft vermarktet. Doch für ein Viertel wie S-West sind Familien als Bewohner wichtig, denn sie leisten einen erheblichen Beitrag dafür, dass der Charme erhalten bleibt.

Stuttgart ist deutschlandweit keine Ausnahme. Gerade in den deutschen Städten legen Mieten und Immobilienpreise unaufhaltsam zu. Immer wieder werden dabei kritische Stimmen laut, nach denen sich die hohen Mieten zu einem Armutsrisiko für die betroffenen Haushalte entwickeln. Viele Haushalte wollen aufgrund der steigenden Mieten raus aus den Wohnungen und rein ins Eigenheim. Finanzierungsmöglichkeiten stehen hier in verschiedenen Varianten zur Verfügung. Der Klassiker ist das Immobiliendarlehen.

Immobiliendarlehen sind langfristig geplante Darlehen, die mit Zinsbindungsfristen von mehreren Jahren einhergehen. Die aktuell niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass Immobilienkredite so günstig wie lange nicht abgeschlossen werden können. Durch die Zinsbindungsfristen sind die Konditionen über mehrere Jahre gebunden. Familien, die bereits über einen Immobilienkredit verfügen, sollten die derzeit niedrigen Konditionen nutzen, um nach einer günstigeren Finanzierung Ausschau zu halten. Wird ein Kredit umgeschuldet, lassen sich jedes Jahr rasch mehrere tausend Euro sparen, sodass sich das Wohneigentum spürbar verbilligt. Eine Kreditumschuldung wird meistens zum Laufzeitende eines bisherigen Darlehens angeboten, zum anderen aber auch durch die Widerrufsmöglichkeit im Voraus möglich. Vorfälligkeitszinsen würden in diesem Fall nicht anfallen. Der Widerrufsjoker ist dann anwendbar, wenn durch die Banken in den Widerrufsbelehrungen Klauseln verwendet wurden, die in dieser Form nicht zulässig sind.

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