Wer verdient eigentlich wie viel? Foto: picture alliance / dpa/Arno Burg - picture alliance / dpa/Arno Burgi

Es muss nicht immer gleich ein akademischer Grad sein: Auch Fluglotsen verdienen zum Beispiel eine Menge Geld und das ganz ohne Studium.

Iserlohn/NürnbergDen richtigen Beruf finden? Das ist für junge Leute oft alles andere als einfach. Es geht darum, Vorlieben und Neigungen auszuloten. Aber auch der Verdienst spielt eine Rolle. Viele glauben, dass sie nur mit einem Studium ein gutes Einkommen erzielen können. Ein Trugschluss. Berufstätige, die eine Ausbildung durchlaufen haben, haben mitunter ebenso Top-Gehälter. Eine Übersicht:

Fluglotsen: Sie gehören zu den Spitzenverdienern unter den Nichtakademikern: Fluglotsen sorgen vom Tower oder vom Kontrollzentrum aus für einen reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs in ihrem Sektor. Bewerber müssen Abitur haben und fließend Englisch sprechen. „Außerdem müssen sie verschiedene Eignungstests durchlaufen“, sagt Thomas Röser vom Deutschen Verband für Bildungs- und Berufsberatung. Fluglotsen können laut Bundesagentur für Arbeit (BA) zwischen rund 6400 und 8900 Euro brutto im Monat verdienen.

Mechatroniker: Sie arbeiten beispielsweise im Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbau oder im Maschinen- und Anlagenbau: Mechatroniker bauen etwa Produktionsanlagen oder Spülmaschinen. Dazu stellen sie die entsprechenden Komponenten her, fügen sie zu Systemen zusammen und programmieren oder installieren die nötige Software. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei etwa 3100 bis 3600 Euro. Es kann auf bis zu 6000 Euro und mehr steigen, wie Johannes Wilbert sagt, Leiter des Instituts zur Berufswahl in Wetter an der Ruhr.

Bankkaufleute: Sie können bis zu 5700 Euro im Monat brutto verdienen. Das geht aus dem Entgeltatlas der BA hervor. Bankkaufleute beraten Kunden über Finanzprodukte und bearbeiten Aufträge. Die meisten Geldinstitute stellen für eine Ausbildung Bewerber mit Abitur ein.

Handelsfachwirt: Vergleichsweise hohe Gehälter erzielen auch Handelsfachwirte. Sie planen und steuern Geschäftsprozesse – egal, ob im Ein- und Verkauf, im Marketing und Vertrieb, in der Logistik oder im Personalwesen. „Nach der Ausbildung haben Handelsfachwirte gleich zwei Abschlüsse in der Tasche“, sagt Röser. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen liegt bei 5480 Euro.

Maurer: Maurer stellen nach der Vorgabe von Architekten Wände, Gewölbe und Stützen aus klein-, mittel- und großformatigen Steinen her, aber auch Schornsteine. Daneben betonieren sie Fundamente und Decken. Von angehenden Azubis erwarten Arbeitgeber häufig ein Hauptschulabschluss. Maurer gehören ebenfalls zu den Besserverdienern in Deutschland: „Bei entsprechender Weiterbildung zum Meister können sie je nach Region über 5000 Euro verdienen“, erklärt Wilbert.

MATSE: Anforderungen analysieren, Software entwerfen, programmieren, testen – das sind die Kernaufgaben von mathematisch-technischen Softwareentwicklern (MATSE). Für eine Ausbildung stellen die Betriebe meist Leute mit Abitur ein. Nach dem BA-Entgeltatlas kann das mittlere Entgelt der Entwickler je nach Region bei bis zu 5100 Euro liegen.

Berufsfeuerwehr: Berufsfeuerwehrleute löschen nicht nur Brände. Sie bergen Verletzte, retten Menschen aus Notlagen oder neutralisieren ausgetretene Gefahrstoffe nach einem Unfall. Laut Entgeltatlas der BA liegt das mittlere monatliche Bruttoentgelt in Berufen im Brandschutz bei 4375 Euro. Je nach Region und Besoldungsstufe kann es aber deutlich niedriger oder höher sein. dpa

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