Arnulf Rating ist der letzte Aktive der legendären 3 Tornados aus der 1980er-Jahre-Schule. Bei seinem Auftritt in Waiblingen bleibt er seiner Devise treu: Unterhaltung mit Haltung.
Er gehört zu den letzten ganz Großen seiner Zunft, ist einer der dienstältesten scharfen Zungen der Bundesrepublik und überdies der einzige der legendären Truppe Die 3 Tornados, der noch auf der Bühne steht. Es geht um den 74-jährigen Arnulf Rating, geboren in Mülheim an der Ruhr, seit den 1970er Jahren in Berlin lebend – und nun kommt er ins Remstal.
Am Freitag, 16. Januar, bietet der Kabarettist im Waiblinger Kulturhaus Schwanen (Rems-Murr-Kreis) die „Jahrespresseschau 2025“, also einen satirischen Jahresrückblick, einen „Rundumschlag in Wort & Bild“. Ein Abend, wie es heißt, „zum Weinen, zum Wundern, befreiend, erfrischend“.
Rating präsentiert eine multimediale Zeitungsshow
Denn es trifft Wortgewalt auf Wirklichkeit: Wer sich zwischen Talkshow-Titeln, Netzaufregung und Papierstapeln nach Haltung sehnt, ist bei Arnulf Rating genau richtig. Der Grandseigneur des politischen Kabaretts entfaltet seinen Jahresrückblick im Format einer multimedialen Zeitungsshow: mit Tageszeitungen, Beamer und pointensicherer Sprache. Was 2025 bewegt hat, wird hier seziert, eingeordnet und mit bissiger Eleganz auf die Bühne geworfen. Regie führt Ulrich Waller.
Ob prominent gescheitert oder politisch schiefliegend – Rating entlarvt den medialen Zirkus mit Tempo, Tiefgang und satirischer Schärfe. Sein Kabarett lebt vom Wechsel zwischen Projektion und Performance, von klarem Standpunkt und Lust an der Übertreibung.
Der Mensch und sein erweitertes Bewusstsein
Als letzter aktiver „Tornado der 80er-Jahre-Schule“, wie ihn das Kulturhaus ankündigt, bleibt er seiner Devise treu: Unterhaltung mit Haltung.
Das Versprechen der Veranstalter: „Der Anspruch bleibt: die Menschen oben mit erweitertem Bewusstsein und unten mit nasser Hose aus dem Theater zu entlassen.“ Beginn im Schwanen ist um 20 Uhr. Die Ticketpreise liegen zwischen 19 und 30 Euro.