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Todesfälle treffen viele Angehörige meist aus heiterem Himmel und sind ein schwerer Schicksalsschlag, den es zu verarbeiten gilt.

Todesfälle treffen viele Angehörige meist aus heiterem Himmel und sind ein schwerer Schicksalsschlag, den es zu verarbeiten gilt. Viele Menschen sterben keines schönen Todes, sondern scheiden plötzlich aus dem Leben. Die Angehörigen haben oft nicht die Zeit, lange zu trauern. Sie überlegen sich, wie der Verstorbene bestattet werden soll, anschließend planen und organisieren sie gemeinsam mit einem Bestattungsinstitut die Trauerfeier. Früher oder später kommen sie auf den Grabstein zu sprechen. Dieser Ratgeber erklärt, was Angehörige im Trauerfall über Grabsteine wissen sollten.

Steinmetz fertigt den Grabstein nach den individuellen Wünschen der Angehörigen an

Die ersten Schritte nach dem Todesfall bestehen zunächst darin, die Beerdigung zu organisieren, das Bestattungsinstitut anzurufen sowie die Wohnung des Toten zu räumen. Anschließend, etwa nach sechs Monaten bis einem Jahr, rückt laut der Todesfall-Checkliste, die Angehörigen als Orientierung dient, der Grabstein in den Fokus. Ein Grabstein spielt für die Angehörigen eine wichtige Rolle, sofern sie sich für eine Erd- oder Urnenbestattung entscheiden und neue Bestattungsformen wie die Diamantbestattung ablehnen. Ein Grabmal hält den Toten lebendig und trägt die Erinnerung an die verstorbene Person in sich. Für Angehörige ist das Grab – und auch der Grabstein – ein Ort, um zu trauern. Sie kommen regelmäßig an das Grab des Verstorbenen, um ihre Trauer auszudrücken und dem Toten nah zu sein. Es ist essenziell, dass der Grabstein den persönlichen Bedürfnissen der Angehörigen entspricht. Um einen Grabstein zu erhalten, wenden sich die Angehörigen an einen Steinmetz. Dieser berät die Angehörigen über die technischen Möglichkeiten, die für den Grabstein infrage kommen. Weiterhin erklärt er den Angehörigen, was der Grabstein kostet, und fertigt auf Wunsch einen Entwurf an, der den gewünschten Grabstein auf Papier zeigt. Eine alternative Möglichkeit besteht darin, einen der fortschrittlichsten 3D-Konfiguratoren von Kurz-Natursteine zu nutzen. Mit diesem Konfigurator erstellen die Angehörigen gemeinsam mit dem Steinmetz in kurzer Zeit das individuelle Wunschgrabmal inklusive der favorisierten Materialien und Maße.

Welches Grab ist für den Toten die passende letzte Ruhestätte?

Welcher Grabstein zum Verstorbenen sowie den Wünschen der Angehörigen passt, richtet sich maßgeblich danach, wie der Tote bestattet wurde und um welche Grabart es sich handelt. Traditionellerweise lassen sich drei Arten von Grabstätten voneinander abgrenzen: Wahlgräber, Reihengräber sowie anonyme Gräber. Wer sich für ein Wahlgrab entscheidet, bestimmt selbst, wie groß das Grab ist und wo es sich auf dem Friedhof befindet. Ein Wahlgrab ist oftmals als Einzel- oder Familiengrab angelegt, während es sich bei einem Reihengrab um ein Einzelgrab handelt, dessen Lage nicht veränderbar ist. Anonyme Gräber sind, wie der Name sagt, anonym. Sie benötigen keinen Grabstein. Zu den speziellen Gräbern gehören große gemauerte Ruhestätten, die Gruften, sowie das Kolumbarium, ein Gebäude, wo Urnen überirdisch bestattet sind.

Welche Grabsteinarten passen zu welchem Grab?

Je nach Art und Lage des Grabs eignen sich verschiedene Grabsteine, mit denen Angehörige die letzte Ruhestätte der Verstorbenen ausstatten.

· Ein Einzelgrabstein ist für eine einzige Person bestimmt. Diese Grabsteine sind meistens 40–60 cm breit und 80–100 cm hoch. Sie weisen entweder eine ovale, eine quadratische oder rechteckige Form auf. Eine weitere Form, für die sich Angehörige oft entscheiden, ist ein einzelner Grabstein, der eine oben stark abgerundete oder geschwungene Form hat.

· Ein Doppelgrabstein ist für mehrere Personen, speziell für Familien, die ein gemeinsames Grab haben, ausgelegt. Dieser Grabstein ist 65–120 cm breit und bis zu 100 cm hoch. Er ist – ebenso wie der Einzelgrabstein – rechteckig, leicht oval, geschwungen oder bogenförmig. Beide Grabsteine stehen im Hochformat auf dem Grabmal.

· Liegende Grabsteine heißen Kissensteine. Sie sind lediglich 40 cm hoch, bis zu 50 cm breit und maximal 20 cm tief, da sie auf dem Grab aufliegen. Kissengrabsteine sehen häufig aus wie ein Buch oder haben eine herz- oder sternartige Form. Da diese Grabsteine keine feste Bodenverankerung benötigen, besteht keine Gefahr, dass sie umfallen. Liegende Grabsteine passen gleichermaßen zu Einzelgräbern, Reihengräbern oder Familiengräbern.

· Urnengräber stehen auf Friedhöfen in speziellen Bereichen, ihre Grabsteine fallen kleiner als die normalen Grabsteine aus. Die genauen Maße der Grabsteine hängen vom jeweiligen Friedhof ab.

Aus welchen Materialien bestehen Grabsteine?

Der Steinmetz fertigt den jeweiligen Grabstein aus einer Natursteinart, beispielsweise aus Granit, Marmor, Sandstein oder Kalkstein. Entscheiden sich die Angehörigen für ein hartes Gestein wie Basalt oder Granit, erhalten sie einen harten, witterungsbeständigen Stein, dem weder Säure noch Essig etwas anhaben. Einen weiteren Vorteil bei einem Stein aus Granit bietet dessen Pflegeleichtigkeit. Grabsteine aus Marmor oder Kalk sehen wärmer und weicher aus, doch reagieren unter Umständen auf Säure.

Welche Beschriftungen passen auf den Grabstein?

Die wichtigsten Daten auf dem Grabstein sind der Name sowie die Geburts- und Sterbedaten des Verstorbenen. Einige Angehörige gestalten den Grabstein zusätzlich mit religiösen oder freien Zitaten, Lebensweisheiten und anderen Abschiedstexten. Für die Beschriftung und die Gravur wenden sich Angehörige ebenfalls an den Steinmetz. Er meißelt die Gravur direkt in den Grabstein ein und setzt auf Wunsch eine zusätzliche Schrift aus Metall auf. Dekorativ ausschmücken lässt sich der Grabstein mit Blumen, Grablichtern, Figuren und Skulpturen, Laternen oder Trauerkränzen.

Zu welchem Zeitpunkt und durch wen wird der Grabstein aufgestellt?

In Deutschland ist es erfahrenen Fachkräften vorbehalten, den Grabstein aufzustellen. Der Steinmetz errichtet an der Grabstätte ein entsprechendes Fundament und stellt den Grabstein anschließend fachgerecht auf. Dies erfolgt einige Monate bis zu einem Jahr nach der Bestattung der verstorbenen Person. Der Grabstein kann nicht füher aufgestellt werden, da der Boden unmittelbar nach der Beerdigung zu locker ist – einen Grabstein sicher aufzustellen, wäre nicht oder schwer möglich. Für die Angehörigen hat diese Wartezeit auf den ersten Blick Nachteile, doch sie können sich genügend Zeit nehmen und in Ruhe einen geeigneten Grabstein aussuchen.

Was kostet ein Grabstein?

Was ein Grabstein kostet, hängt davon ab, wie groß und schwer er ist und welche Schrift er trägt. Einige Materialien, beispielsweise Granit, sind teurer als andere Natursteine. Grabinschriften kosten zusätzliches Geld, pro Buchstabe zwischen fünf und 25 Euro. Die Preisspanne beginnt durchschnittlich bei insgesamt 2.500 Euro für einen „schlichten“ Urnengrabstein und reicht bis zu 6.000 oder 7.000 Euro für einen großen Familiengrabstein.

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