Nastassja Kinski (links) und Martina Gedeck in „Die stillen Trabanten“. Foto: dpa/Warner Bros.

Der Regisseur Thomas Stuber hat seinen sanften Episodenfilm „Die stillen Trabanten“ im Ludwigsburger Scala vorgestellt – mit seinen Hauptdarstellerinnen Martina Gedeck und Nastassja Kinski.

In der Ferne ein Trupp von Straßenarbeitern, geschäftig wie in noch weiterer Ferne die Windräder. Ein ländlichindustrielles Idyll, ruhig von der Kamera eingefangen, bevor sie ihre Distanz aufgibt und den schwitzenden Arbeitern auf die Pelle rückt. Hans, ihr Capo, gespielt vom massigen, seinen Bierbauch mit Proletenstolz tragenden Peter Kurth, pfeift zur Mittagspause. Die ist kurz, ein Unglück hat sich ereignet. Wieder eine groß gezeichnete Landschaft, als die Malocher über Felder zum Unglücksort schreiten. Geduckt unter Pappeln ein Trupp versprengter Flüchtlinge mit einem reglos daliegenden Kind. Erste Hilfe, Notarzt, Polizei – und eine Begegnung von alttestamentarischer Wucht, die kaum Worte braucht.

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