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In rund vier Wochen startet die 2. Fußball-Bundesliga in die Saison 2019/2020. Mit dabei ist dann auch der zuletzt aus der Bundesliga abgestiegene VfB Stuttgart.

Nachdem es die Schwaben im Rückspiel der Relegation gegen Union Berlin nicht geschafft hatten, das entscheidende Tor zu schießen, sind sie jetzt bekanntermaßen zweitklassig. Kein neues Gefühl, denn schon 2016 musste sich der Verein aus der höchsten Spielklasse verabschieden.

Damals gelang der sofortige Wiederaufstieg und so soll es auch dieses Mal sein. Die Buchmacher sehen den Verein jedenfalls als klaren Favoriten, unter anderem der Branchenriese Tipico, der in Stuttgart mehrere Standorte hat. Wer bei Tipico aktuell auf Stuttgart als Meister der zweiten Liga setzt, kann seinen Einsatz lediglich verdreifachen. Mit einer Wette auf die Schwaben lässt sich also nicht das große Geld machen. Bei Nürnberg gibt es immerhin acht Euro für einen und bei St. Pauli 22.

Seit dem 20. Juni wird beim VfB Stuttgart offiziell wieder trainiert und vom 23. bis 29. Juni steht ein Trainingslager im österreichischen Kitzbühel an. Im Juli gibt es Testspiele gegen die TSG Backnang und den FC Basel.

Namhafte Abgänge

Doch der gewünschte Erfolg steht und fällt mit der Mannschaft. Schon Anfang 2019 war klar, dass Benjamin Pavard zu Bayern München wechselt und damit eine wichtige Stütze des VfB Stuttgart geht. Doch es ist nicht der einzige prominente Abgang. So kehrt Torhüter Ron-Robert Zieler zu seinem alten Verein Hannover 96 zurück und wurde dort bis 2023 verpflichtet.

Auch Christian Gentner, Dennis Aogo und Andreas Beck verlassen den VfB Stuttgart, weil sie keinen neuen Vertrag erhalten haben. Wo die drei Akteure in der kommenden Saison spielen werden, ist noch nicht bekannt. Schaut man sich ihr Alter an, ist zu vermuten, dass der Absteiger nun verstärkt auf jüngere Spieler setzen und seinen Kader umstrukturieren will.

Die bereits veröffentlichten Neuzugänge bestätigen diese Vermutung. Im Mittelfeld soll der 19-jährige Mateo Klimowicz vom argentinischen Zweitliga-Verein Instituto Córdoba Tore vorbereiten. Ihm zur Seite steht der erfahrenere Philipp Klement vom SC Paderborn. Er ist mit einer Ablöse von 2,5 Millionen Euro der bislang teuerste Neuzugang.

Für die Defensive wurde der 22 Jahre alte Atakan Karazor von Holstein Kiel II geholt. der 1,90 Meter große Spieler türkischer Abstammung gilt als besonders kopfballstark. Er bekam einen Vertrag bis 2023. Alle weiteren bislang feststehenden Zugänge wie Ebenezer Ofori, Orel Mangala oder Ailton waren nur an andere Vereine verliehen und kehren nun zum VfB Stuttgart zurück.

Endlich wieder Derbys gegen den Karlsruher SC

Weil in der vergangenen Saison nicht nur der VfB Stuttgart in die 2. Liga abgestiegen, sondern auch der Karlsruher SC aufgestiegen ist, kommt es zu zwei Duellen der Erzrivalen. Mit dem 1. FC Heidenheim und dem SV Sandhausen hat Baden-Württemberg nun vier Mannschaften in der zweithöchsten Spielklasse. Der genaue Spielplan der 2. Bundesliga wird am 28. Juni 2019 veröffentlicht.

Für den neuen Trainer Tim Walter wird es eine spannende wie große Herausforderung, den VfB Stuttgart zurück in die erste Liga zu führen. Der 43-Jährige hat gerade sein erstes Training mit der Mannschaft absolviert und schaut selbstbewusst auf die bevorstehende Saison. Er will mutigen Fußball spielen lassen. Man darf gespannt sein.

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