Um die Gemeindekasse zu entlasten, werden vier Steuern erhöht. Bei der Hundesteuer ist Wernau dann mit Kirchheim die teuerste Kommune im Kreis Esslingen.
Der Gemeinderat hatte schon in einer Klausursitzung vorberaten, wie der Wernauer Haushalt entlastet werden kann. Im Anschluss an die Haushaltseinbringung hat das Gremium dann einstimmig und ohne Diskussion mehrere Steuererhöhungen durchgewinkt.
So steigt die Grundsteuer B um neun Prozent auf 295 Prozent an, womit die Stadt allerdings lediglich wieder das gleiche Aufkommen wie vor der Grundsteuerreform erreichen will. Das war immer das Ziel, ist aber beim ersten Ansatz nicht gelungen.
Gewerbesteuer, Vergnügungssteuer und Hundesteuer steigen
Außerdem wird die Gewerbesteuer um 20 Prozent auf 410 Prozent erhöht. Sie war zuvor acht Jahre lang, seit 2017, unverändert. Dadurch sollen 243 000 Euro zusätzlich in die Kasse kommen. Auch die Vergnügungssteuer geht zum ersten Mal seit zehn Jahren nach oben, und zwar um drei Prozent auf künftig 28 Prozent. Diese Steuer wird auf den „Bruttokasseninhalt“ von Geldspielgeräten erhoben. Dazu kommt eine Abgabe, die für Spiel- und Musikgeräte ohne Gewinnmöglichkeit zu bezahlen ist. Beides zusammen ergibt laut Berechnung Mehreinnahmen für die Stadt von 86 000 Euro.
Die Hundesteuer wird um durchschnittlich 18 Prozent erhöht, womit Wernau – zusammen mit der Stadt Kirchheim – zur teuersten Kommune für Hundehalter im Kreis Esslingen wird. Diese Steuer ist gestaffelt: Ein Ersthund kostet künftig 156 statt bisher 132 Euro. Für den Zweithund muss man 312 Euro hinlegen – bisher waren es 264 Euro. Und für sogenannte Listenhunde, deren Rasse als Kampfhund eingestuft ist, müssen die Halter noch deutlich mehr hinblättern: Sie haben bisher jeweils 660 Euro gekostet, ab 2026 sind es 780 Euro pro Hund und Kalenderjahr. Den Berechnungen der Kämmerei zufolge bringt die höhere Hundesteuer der Stadt 13 000 Euro zusätzlich ein.