Der Honda HR-V ist jetzt noch sportlicher unterwegs: Hier als HR-V Foto: Honda - Honda

Honda hat seine HR-V-Baureihe erweitert. In 7,8 Sekunden geht es jetzt von 0 auf 100.

EsslingenEine kompakte Baureihe auf Dauer ohne ein sportliches Topmodell? Das geht gar nicht! So dachte auch Honda, als der japanische Hersteller vor kurzem seinen HR-V einer Modellpflege unterzog. Nach der Devise „Das allein kann es nicht sein“ haben die Japaner jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und die neue Ausstattungsvariante „Sport“ nachgeschoben. Der HR-V Sport unterscheidet sich von den normalen Versionen durch seine dynamischere Optik, dem schwarz gehaltenen Styling-Paket mit Frontspoiler, Seitenschwellern, Radlaufleisten und einem markanteren hinteren Stoßfänger. Hinzu kommen schwarze Außenspiegelkappen, Doppelendrohre, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und serienmäßige LED-Scheinwerfer. Innen verfügt der HR-V Sport unter anderem über Sportpedale, über stilvoll gestaltete Sitze mit zweifarbigem schwarzen Stoff und dunkelrotem Leder, schwarz glänzende Oberflächen an Mittelkonsole und Armaturentafel sowie einen schwarzen Dachhimmel. Mit all diesen Dreingaben avanciert der HR-V Sport in der Tat zu einem Hingucker. Herzstück ist aber der 1,5-Liter-Turbobenziner, der eine Leistung von 182 PS (134 kW) entwickelt und in Verbindung mit dem serienmäßigem Sechsgang-Schaltgetriebe ein maximales Drehmoment von 240 Nm zwischen 1900 und 5000 Umdrehungen entwickelt. In der Variante mit dem optionalen CVT-Getriebe werden 220 Nm im Bereich von 1600 bis 5500 Umdrehungen freigesetzt.

7,8 Sekunden im Sprint

Der HR-V Sport beschleunigt nach Angaben von Honda in 7,8 Sekunden (CVT: 8,6 Sekunden) von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h (CVT: 200 km/h). Erhältlich ist der Sportler mit 6-Gang-Schaltgetriebe ab 29 990 Euro, mit stufenlosem CVT-Getriebe ab 31 290 Euro.

Die Leistung des lebhaften Turbo-Vierzylinders bringt das Fahrwerk des 4,35 Meter langen HR-V Sport sicher auf die Straße. Spezielle „Performance Damper“ minimieren die Karosseriebewegungen beim Beschleunigen, Bremsen sowie in Kurven und verbessern die Fahrstabilität bei plötzlichen Spurwechseln. Zugleich verringern die Sportstoßdämpfer Vibrationen auf unebener Fahrbahn und erhöhen damit den Fahrkomfort. Die serienmäßige adaptive elektrische Servolenkung verbindet direktes Ansprechverhalten in Kurven, teilt Honda mit.

Neben der neuen Version „Sport“ ist der im Herbst 2018 überarbeitete HR-V weiterhin in den drei Ausstattungsvarianten „Comfort“, „Elegance“ und „Executive“ erhältlich, die mit dem 1,5-Liter-i-VTEC Benzinmotor mit 130 PS (96 kW) ausgestattet sind. Die Preise beginnen bei 21 590 Euro. Der bisherige 1,6-Liter-Diesel ist nicht mehr im Programm. Bereits ab der mittleren Ausstattungsvariante „Elegance“ sind Highlights wie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das Infotainment- und Navigationssystem Honda Connect, ein City-Notbremsassistent, ein Kollisionswarnsystem, ein Spurhalteassistent, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Fernlichtassistent und eine Einparkhilfe an Front und Heck an Bord. Als Alternative zum Sechsgang-Schaltgetriebe steht für beide Motorisierungen ab „Elegance“ ein stufenloses CVT-Getriebe mit manuellem Schaltmodus und Schaltwippen am Lenkrad zur Verfügung; der Aufpreis beträgt 1300 Euro. Der HR-V bedient sich der gleichen Plattform wie der Honda Jazz und gilt als Konkurrent zum Seat Ateca und zum Skoda Karoq.

Zu den Stärken des HR-V beziehungsweise HR-V Sport zählt der Innenraum mit den flexiblen Sitzen, von Honda „Magic Seats“ genannt. Nach dem Umklappen der zweiten Sitzreihe sind die Sitzflächen nach oben verschiebbar. So entsteht eine zusätzliche Ladefläche zum Kofferraum, der ansonsten mit seinen 470 Litern sowieso schon zu den größten im Segment zählt.

Unterdessen hat Honda auch sein erstes europäisches SUV mit Hybridantrieb an den Start gebracht. Der 4,60 Meter lange CR-V Hybrid verbindet einen 145 PS starken Zweiliter-Benziner und zwei Elektromotoren mit einer Maximalleistung von 184 PS. Hinzu kommt das erste reine Elektroauto des Herstellers: Der 3,90 Meter lange Honda E ist als Stadtauto konzipiert und biete 200 Kilometer Reichweite, heißt es. Marktstart ist im Frühjahr 2020, Bestellungen sind bereits Online möglich.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: