Immer mehr Menschen dürfen von zu Hause arbeiten. Foto: Pixabay

Immer mehr Arbeitgeber erlauben es ihren Angestellten, von zu Hause zu arbeiten. Für eine effiziente und reibungslose Arbeit am heimischen Schreibtisch sollte man aber ein paar Dinge beachten.

Immer mehr Arbeitgeber erlauben es ihren Angestellten, von zu Hause zu arbeiten. Die Vorteile: Der Arbeitnehmer spart den Weg zur Arbeit und der Chef einen Arbeitsplatz im Büro. Für die effiziente und reibungslose Arbeit am heimischen Schreibtisch braucht es aber die richtige Ausstattung.

Tipps für die richtige Ausstattung des Homeoffice

Ein geeigneter Arbeitsplatz ist entscheidend, damit es sich in den eigenen vier Wänden auch gut, ungestört und produktiv arbeiten lässt. Ideal ist es, wenn ein Raum dauerhaft als Büro und nur zu diesem Zweck genutzt werden kann. Wenn auch der Partner Homeoffice machen darf, sollte das Arbeitszimmer groß genug sein oder die Partner sollten sich abstimmen, wer an welchen Tagen das Büro nutzt, damit keine Konflikte entstehen.

Es ist wichtig, dass der Raum ruhig und idealerweise auch abschließbar ist. Es kann vorkommen, dass Kollegen oder der Chef anrufen oder sogar persönlich vorbeikommen. Dann sollte ein angemessener und ungestörter Platz zur Verfügung stehen. Außerdem hat ein eigener Arbeitsplatz im Haus oder in der Wohnung steuerliche Vorteile: Ist das heimische Büro der hauptsächliche Platz, an dem die Arbeit verrichtet wird, kann man sich bei der jährlichen Steuererklärung etwas vom Finanzamt zurückholen. Steht in der Firma kein Arbeitsplatz zur Verfügung und wird der Raum maximal zu zehn Prozent privat genutzt, sind alle mit dem heimischen Büro verbundenen Kosten in voller Höhe absetzbar.

Ein wichtiger Aspekt ist auch das richtige Equipment. Der Computer oder Laptop ist dabei nicht das Problem. Er wird meist vom Arbeitgeber gestellt. Bei Druckern ist es da schon schwieriger. Diese müssen oft vom Arbeitnehmer angeschafft werden. Gleiches gilt für die Druckerpatronen, um deren Nachschub man sich ebenfalls selbst kümmern muss, die aber online bestellt werden können. Damit ist es aber noch nicht getan. Auch Papier muss natürlich ausreichend vorhanden sein, ebenso genügend Stifte und Notizzettel, damit man bei einem Telefonat mit dem Chef oder einem Kunden nicht lange danach suchen muss.

Stichwort Telefon: Dieses kann mitunter zum wichtigsten Werkzeug eines Arbeitnehmers im Homeoffice werden. Vor allem zu Beginn der „Heimarbeit“ wird es viele Nachfragen geben, die man an die Kollegen in der Firma richten muss. Früher war es ein Ruf zum Mitarbeiter über den Flur, jetzt muss man ihn anwählen. Zudem erwarten viele Arbeitgeber ständige Erreichbarkeit, was sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Daher ist es ratsam, nach der Arbeitszeit das Telefon auszustellen und geschäftliche Anrufe nicht auf das private Handy umzuleiten.

Was ist Arbeit und was ist Freizeit?

Beim Homeoffice gelten die gesetzlichen Arbeitszeiten, wie sie im Arbeitsvertrag vereinbart wurden. Wer jedoch immer und zu jeder Tageszeit erreichbar ist, der läuft Gefahr, auch deutlich mehr als acht Stunden zu arbeiten. Manche Angestellte, die von zu Hause aus arbeiten, klagen häufig über Stress und sogar Schlafstörungen, da das Telefon auch dann noch klingelt, wenn sie Feierabend machen; eine wirkliche Freizeit haben sie nicht. Daher sollten feste Zeiten vereinbart werden, an denen Heimarbeiter erreichbar sind. An diese Zeiten haben sich Kollegen und Vorgesetzte zu halten. Der Vorteil dabei ist, dass diese Zeiten frei eingeteilt werden können. 

Eine gute Lösung ist es, Präsenztage im Unternehmen und Homeoffice-Tage zu kombinieren, zum Beispiel nach dem Schema „drei Tage in der Firma, zwei Tage zu Hause“. Damit verlieren die Mitarbeiter nicht den Kontakt zu den Kollegen und der Chef kann auch ab und zu nach den Fortschritten bei Projekten fragen.
 

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