Breitwiesenhalle Hochdorf Foto: tki

Hochdorf plant die umfassende Sanierung der Breitwiesenhalle und hofft auf Fördergelder aus einem stark überzeichneten Bundesprogramm.

Die Gemeinde hofft, für die Sanierung der Breitwiesenhalle Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu erhalten.

Es sei eines der „Großprojekte“ der Gemeinde, beschreibt Hochdorfs Bürgermeister Gerhard Kuttler die in den kommenden Jahren anstehende Generalsanierung der Breitwiesenhalle. Denn die Sanierung der Sport- und Festhalle, deren Planung Verwaltung und Gemeinderat bereits seit einigen Jahren beschäftigt, umfasst Fassaden, Sporthalle, Zuschauertribüne, Umkleiden, Festsaal mit Bühne und Foyer, Küche, Besucher-WCs und die Räumlichkeiten unter dem Festsaal.

Hochdorf plant mit über acht Millionen Euro für Sanierung

Das schlägt sich auch in der finanziellen Planung nieder. Aktuell gehe die Gemeinde von Kosten in Höhe von über acht Millionen Euro aus, erklärt Kuttler. Da wundert es kaum, dass Verwaltung und Gemeinderat keine Chance ungenutzt lassen wollen, Fördermittel für das Projekt zu organisieren. Eine Möglichkeit sieht die Verwaltung jetzt im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“.

Die Fördermittel des Topfes belaufen sich auf 333 Millionen Euro. „Wir gehen davon aus, dass das Programm sehr stark überzeichnet sein wird“, sagt Kämmerin Sabine Kobarg. Die Summe sei für ein bundesweites Förderprogramm nicht sehr hoch, zudem seien viele Kommunen auf Fördermittel angewiesen. Dennoch wolle auch Hochdorf den sprichwörtlichen Hut in den Ring werfen. „Es könnte helfen, dass wir für die Halle bereits ein Planungskonzept haben“, erklärt Kobarg. Knapp sechs Millionen Euro der Gesamtkosten des Projekts sind für die Sanierung der Sporthalle mit Tribünen, Umkleiden und Übungsräumen eingeplant.

Hochdorf hofft auf 75 Prozent Bundesbeteiligung bei Sanierung

Hochdorf erkennt bei sich eine „Haushaltsnotlage“. Foto: picture alliance/dpa

Bei einer Zusage des Förderprogramms würde sich der Bund mit bis zu 45 Prozent an den förderfähigen Kosten beteiligen. Bei anerkannter Haushaltsnotlage könne die Beteiligung des Bundes sogar auf bis zu 75 Prozent steigen. „Wir haben die Bestätigung, dass eine solche Haushaltsnotlage in Hochdorf vorliegt“, sagt Kobarg. Ob der Bund als Fördermittelgeber diese anerkenne, sei jedoch fraglich. „Das hat damit zu tun, dass es den Kommunen in Baden-Württemberg weniger schlecht geht wie denen in anderen Teilen Deutschlands“, erklärt Kuttler.

Die Gemeinde werde ihre Interessenbekundung am Förderprogramm nun bis Mitte Januar einreichen. „Wir werden es versuchen, aber ich will die Erwartungshaltung nicht allzu hoch ansetzen“, sagt Kuttler.