Innerhalb von 30 Minuten kann sich das Innere eines Autos auf 45 Grad aufheizen. Foto: dpa-tmn

Das Wochenende wird heiß im Kreis Ludwigsburg. Für viele ist es nach dem schlechten Wetter eine willkommene Abwechslung, doch die Feuerwehr warnt vor den Gefahren.

Nach dem durchwachsenen Wetter der vergangenen Wochen wird sich der ein oder andere kaum mehr erinnern: Es ist immer noch Sommer in Deutschland. Und an diesem Wochenende wird es auch wieder ordentlich heiß. Wer sich am guten Wetter erfreut, sollte sich auch der Gefahren bewusst sein. Deshalb sendet der Ludwigsburger Kreisbrandmeister Andy Dorroch in einer Pressemeldung einen eindringlichen Appell an die Autofahrer im Kreis.

„Tatsächlich wird so ein Auto ein echter Backofen. Innerhalb kürzester Zeit erhöht sich die Temperatur so arg, dass es wirklich gefährlich werden kann“, wird Dorroch zitiert. Schon nach zehn Minuten in der Sonne überstiegen die Innenraumtemperaturen die Körpertemperatur eines Menschen oder Tieres, nach 30 Minuten würden bei einer Außentemperatur von knapp über 28 Grad mehr als 45 Grad Celsius im Fahrzeuginneren erreicht. Selbst leicht geöffnete Fenster brächten da keine Abkühlung mehr.

Immer wieder unterschätzten Leute die Geschwindigkeit, mit der sich ein Auto in der Sonne aufheizt – selbst bei milden Außentemperaturen. Besonders Kinder, ältere Menschen und Tiere sind bei Hitze im Auto extrem gefährdet. „Sie haben da nichts im Auto verloren“, mahnt der Kreisbrandmeister.

Kreisbrandmeister Andy Dorroch warnt vor Hitzegefahr im Auto. Foto: Simon Granville

Auch technische Gegenstände können bei hohen Temperaturen zur Gefahr werden. Druckgasbehälter wie Deosprays können in aufgeheizten Fahrzeugen explodieren. Ebenso sollten Powerbanks, Handys, Laptops und andere elektronische Geräte nicht in direkter Sonneneinstrahlung liegen. „Wenn überhaupt, dann gehören solche Geräte ins Handschuhfach – aber besser ist es, sie gleich mitzunehmen“, rät Dorroch.

Die Feuerwehr im Landkreis wird jährlich zu mindestens zehn Einsätzen gerufen, bei denen Kinder oder Tiere in überhitzten Fahrzeugen eingeschlossen sind, berichtet er. Häufig müssen Feuerwehr und Polizei unter Zeitdruck eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.

Die Kreisbrandinspektion appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam und umsichtig zu handeln. Wer bei Hitze ein eingeschlossenes Kind oder Tier in einem Fahrzeug bemerke, solle nicht zögern und sofort den Notruf wählen. Nur durch schnelles Eingreifen könnten lebensbedrohliche Situationen verhindert werden.