Grillen ist an den öffentlichen Grillplätzen in Korb und Waiblingen derzeit tabu (Symbolbild). Foto: Martin Schutt/dpa

Wegen der extremen Wetterlage herrscht in einigen Städten und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis jetzt Grillverbot. Die Feuerwehr ist in Alarmbereitschaft.

Die Feuerstelle muss wieder kalt bleiben, und das aus gutem Grund. Wie die Gemeinde Korb (Rems-Murr-Kreis) am Mittwoch mitteilt, sind die öffentlichen Grillplätze am Hanweiler Sattel und auf dem Kleinheppacher Kopf ab sofort und „bis auf Weiteres“ gesperrt.  

Der Schritt kommt nicht überraschend, aber er ist deutlich: Die anhaltende Trockenheit hat Wald und Flur in eine gefährliche Pulverbüchse verwandelt.

Waldbrandgefahr zwingt Kommunen zum Handeln

„Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für unsere Region eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr“, heißt es in der aktuellen Mitteilung der Gemeinde. Eine Maßnahme sei deshalb unumgänglich. Die angrenzenden Spielplätze bleiben zwar geöffnet, doch wo Feuer entfacht werden könnte, ist jetzt Schluss mit lustig.

Auch in Waiblingen werden Grillstellen geschlossen (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa

Auch die Stadt Waiblingen hat wegen der extremen Trockenheit reagiert. Dort sind sämtliche öffentlichen Grillstellen im Stadtgebiet bis auf Weiteres gesperrt. Betroffen sind unter anderem Sörenberg, der ehemalige Steinbruch „Lämmle“, Kreuzeiche und der Beinstein See. Eine entsprechende Beschilderung sei angebracht worden. Die Sperre bleibe, bis ein deutlicher Wetterumschwung eintrete, heißt es vonseiten der Stadt.

Trockenheit Sommer 2025: Beliebte Grillplätze geschlossen

Schon vor anderthalb Monaten hatten mehrere Kommunen im Rems-Murr-Kreis reagiert. Anfang Juli sperrten unter anderem Kernen im Remstal und Weinstadt vorsorglich ihre Grill- und Feuerstellen. Auch Korb zog damals mit.

Die neue Mitteilung ist kein Sinneswandel, sondern eine neuerliche Bekräftigung: Der erneut trockene Sommer 2025 ist kein Strohfeuer, sondern bleibt ein Risiko.

Feuerwehr warnt: Schon kleine Funken können Brände auslösen

Neuerlich betroffen könnten dann bald wieder weitere beliebte Ausflugsziele mit Blick über das Remstal sein. In Kernen waren Anfang Juli die Anlagen „Im Täle“ und „Blaues Loch“ geschlossen, in Weinstadt sämtliche kommunale Feuerstellen.

Auch die Feuerwehr ist wieder in Alarmbereitschaft. In jüngster Zeit mussten kleinere Brände gelöscht werden – möglicherweise ausgelöst durch achtlos weggeworfene Zigaretten, Funkenflug oder liegengebliebenes Glas, das in der Sonne als Brennglas wirkt. Das Kreisforstamt beobachtet die Lage mit wachen Augen – die Grillstellen im Staatswald sind noch offen, könnten aber ebenfalls gesperrt werden, sollte sich die Trockenheit verschärfen.