Karl Weible mit dem Wagen, der seinem Vater jahrelang für den Leichentransport diente. Etwa 400 Beerdigungen hat Eugen Weible begleitet. Foto: /Katja Eisenhardt

Von 1957 bis 1970 transportierte der Hochdorfer Landwirt Eugen Weible mit seinem Pferdegespann Verstorbene zum Friedhof. Den historischen Leichenwagen, der zuvor auch schon in Esslingen zum Einsatz kam, gibt es noch heute. Eugen Weibles Sohn erinnert sich.

Hochdorf - Im Jahr 1956 machte sich der Hochdorfer Landwirt Eugen Weible mit einem seiner Pferde auf den Weg nach Esslingen. Er war vom damaligen Bürgermeister Heinrich Traub geschickt worden, einen Leichenwagen für den Ort abzuholen. Sein Sohn Karl Weible erinnert sich heute noch gut an den Auftrag des Vaters. „Er ist nach Esslingen geritten und hat den Wagen abgeholt, der bis dato schon mindestens 50 Jahre für den Esslinger Ebershaldenfriedhof genutzt wurde. Auf dem Rückweg nach Hochdorf war es schon dunkel. Zwei Mal wurde er von Polizisten angehalten“, erzählt er. „Erst in Altbach, weil er ohne Beleuchtung und ohne Leiche unterwegs war. Das kam dem Polizisten komisch vor. Mein Vater konnte die Situation klären, kam dann am Bahnübergang in Reichenbach aber in die nächste Kontrolle. Der Büttel war strenger, zehn Mark kostete es meinen Vater, dass er weiterfahren durfte“, so Karl Weible. In Hochdorf angekommen musste der in die Jahre gekommene Wagen erst einmal mit Hilfe eines Malers und des Sattlers generalüberholt werden.

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