Links gestützt die künftige Bühleiche, rechts ihre Vorgängerin – und dazwischenein Schlückchen darauf, dass alles gut wird. Foto: Roberto Bulgrin

Die sterbende Bühleiche in Plochingen hat eine taufrische Kollegin bekommen. Die soll irgendwann einmal die ganze Bedeutung des Wahrzeichens auf ihre noch schwachen Äste nehmen. Der Bürgermeister hofft, „dass der Wissenstransfer von Alt auf Jung“ auch funktioniert.

Plochingen - Sie sah schon mal wesentlich gerupfter aus. Die vom Blitz gespaltene und vom Pilz ausgehöhlte Bühleiche auf dem Plochinger Stumpenhof ist nach stolzen 250 Jahren zwar dem Tode geweiht – aber der viele Regen in diesem Sommer hat die Äste noch einmal ganz ordentlich austreiben lassen. Seit dem Frühjahr hat die mächtige, aber marode Stieleiche eine junge, schlanke Kollegin neben sich, die jetzt in kleiner Runde mit einem Gläschen Sekt begossen worden ist. Auf Anregung der SPD soll diese klima­resistentere Traubeneiche einmal Name und Bedeutung des 1983 zum Naturdenkmal geadelten Plochinger Wahrzeichens übernehmen. Der ehemalige Arzt, Holzkünstler, Waldliebhaber und Kunstmäzen Philipp Bender hat die 3000 Euro für den Neuankömmling und seine erste Verwurzelung im Stadtteil übernommen. Und das städtische Kulturamt hat eine Infotafel zwischen die beiden Bäume platziert, um den Spaziergängern auch die historische Dimension des Generationenwechsels vor Augen zu führen.

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