Kein Vorbeikommen: Timo van der Bosch (rechts) und Jorn Winkelhorst. Foto: Rudel - Rudel

Der SSVE gewinnt bei den White Sharks Hannover und verliert gegen Waspo 98 Hannover

EsslingenEin entscheidender 12:6 (1:2, 1:3, 2:2, 2:5)-Erfolg bei den White Sharks und eine zu erwartende 4:17 (0:4, 1:2, 2:6, 1:5)-Niederlage zuhause gegen Waspo 98 – die Bundesliga-Wasserballer des SSV Esslingen sind nach dem anstrengenden Hannover-Wochenende zum Ende der Hauptrunde dort angekommen, wo sie hinwollten: in den Viertelfinal-Playoffs um die deutsche Meisterschaft. Da geht es gleich am Mittwoch (19 Uhr) mit dem Heimspiel der Best-of-three-Serie gegen den ASC Duisburg weiter. Am Samstag (16 Uhr) und falls nötig am Sonntag (14.30 Uhr) werden Spiel zwei und drei in Duisburg ausgetragen.

In der Partie am Sonntag gegen Hauptrundensieger Waspo 98 bemühten sich beide Teams, sich nicht allzu sehr anmerken zu lassen, dass die Luft raus war. „Wir brauchen nicht drumherum zu reden: Das war keine Werbung für den Wasserballsport“, sagte Hannes Rothfuß, der den kranken Heiko Nossek als Kapitän vertrat. Nicht einmal 100 Zuschauer waren in der Halle, um den SSVE und den Champions-League-Teilnehmer aus Hannover zu sehen. Da auch Trainer Bernd Berger nach der Hannover-Reise am Vortag krank im Bett lag, stand U-18-Coach Laszlo Csanyi am Beckenrand. Dass die Esslinger durchaus versuchten, das Spiel ernst zu nehmen, zeigte, dass Csanyi zwei Mal vor einem Überzahlspiel eine Auszeit nahm und die Mannschaft anschließend traf.

Das wichtigere Spiel war das am Samstag. Bei den White Sharks, dem nicht zu unterschätzenden Schlusslicht der A-Gruppe, musste der SSVE gewinnen, um am Ende einer nicht einfachen Hauptrunde ins Viertelfinale einzuziehen. Und die Mannschaft erfüllte die Aufgabe nach nervösem Start mit Bravour. „Das war ein richtig starkes Spiel, ausgehend von einer richtig starken Defensive mit einem richtig starken Torhüter Florian Pirzer dahinter“, war Sportdirektor Axel Hänchen begeistert. Auch Rothfuß war stolz: „Es war die konstanteste Leistung der gesamten Saison. Über vier Viertel haben wir das umgesetzt, war wir uns vorgenommen haben. Jeder hat für jeden gekämpft.“

Dass nach einer kurzen Nacht gegen Waspo 98 ein paar Prozent fehlten, beim Gegner noch ein paar mehr – geschenkt. „Es war ein anstrengendes Wochenende. Aber jetzt ist alles gut“, erklärte Rothfuß erleichtert.

Gegen die Duisburger, die ihre Position als Hauptkonkurrent von Rekordmeister WF Spandau 04 an Waspo 98 abgegeben haben, sind die Esslinger Außenseiter. Die beiden bisherigen Saisonspiele hat der SSVE verloren (10:13; 11:17), dabei aber nicht schlecht gespielt. „Sie müssen am Mittwoch erst einmal zu uns kommen. Wir wollen ein gutes Spiel machen – und dann sehen wir weiter“, sagte Rothfuß. „Das sind die Spiele, die wir wollten.“ Auch Hänchen meinte: „Es wird schwer, aber wir sind nicht chancenlos.“

Wie am Samstag in Hannover sollten die Esslinger am Mittwoch gewinnen, um ihre (Außenseiter-) Chance auf den Einzug ins Halbfinale zu wahren. Sie hoffen, dass dann auch wieder Berger und Nossek dabei sein werden. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben, dass dieses Spiel dann auch Werbung für den Wasserballsport wird.

SSVE-Tore gegen White Sharks Hannover: Finkes (3), van der Bosch (2), Thran (2), Stiefel (2), Fernandez Rivas (1), Rothfuß (1), Sopiadis (1).

SSVE-Tore gegen Waspo 98 Hannover: Thran (1), Rothfuß, van der Bosch (1), Finkes (1).

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