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In Deutschland herrscht Wohnraumknappheit, die vor allem in den Ballungsgebieten des Landes Miet- und Kaufpreise in die Höhe treibt. Der Trend macht auch vor Esslingen und Stuttgart nicht Halt.

Besonders die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen eklatant. Und da die Kaufpreise deutlich schneller nach oben klettern als die Mieten, verliert der Kauf einer Immobilie an Attraktivität. Die Folge: Das Problem der Wohnraumknappheit verschärft sich noch, da Bauen sich für Investoren finanziell immer weniger lohnt.

Wohnraumknappheit und steigende Preise

Experten suchen nach Lösungsansätzen und nehmen vor allem die Politik in die Verantwortung. Die Gemeinden stünden in der Pflicht, verstärkt neues Bauland auszuweisen, lautet eine häufige Forderung. Doch nicht nur die öffentliche Verwaltung kann etwas tun, auch Privatleute haben Möglichkeiten, einen Hauskauf finanzierbar zu machen. Der gängigste Weg sind öffentliche Förderungen, die gängigsten Formen sind:

  • Wohn-Riester
  • soziale Wohnraumförderung
  • KfW-Darlehen
  • Eigenheimförderung der Stadt oder Gemeinde
  • Förderung der Kirchen

Nebenkosten des Hauskaufs nicht außer Acht lassen

Daneben empfiehlt es sich, vor allem die Nebenkosten des Hauskaufs im Blick zu behalten. Notarkosten und Grunderwerbssteuer fallen zwar einmalig an, treiben den Gesamtpreis jedoch nach oben. Doch es gibt auch Wege und Förderungen, diese Nebenkosten des Hauskaufs zu begrenzen.

Weniger Grunderwerbssteuer durch bewegliches Inventar

Eine Möglichkeit, Geld zu sparen, ist ein Extravertrag für bewegliches Inventar. Dazu zählen alle Einrichtungen, die nicht zum festen Bestandteil der Immobilie gehören, zum Beispiel eine Einbauküche und Sauna, aber auch Markisen und Rollläden. Immobilienkäufer können durch diese Gegenstände Kosten sparen, denn sie unterliegen nicht der Grunderwerbssteuer. Wer ein Haus kauft, sollte also darauf achten, dass solche losen Einrichtungselemente im Kaufvertag gesondert gelistet werden.

Die größte Ersparnis aber ermöglichen die oben genannten Förderungen.

Wohn-Riester: Die klassische Art der Förderung

Wohn-Riester ist der Klassiker unter den Förderungen beim Hauskauf. Dabei fließt ein Teil des Monatseinkommens in den Wohn-Riester-Vertrag, der Staat zahlt dafür Zuschüsse oben drauf. Außerdem lässt sich der Sparbetrag von der Steuer absetzen.

Wohnraumförderungsgesetz des Staates

Wer weniger verdient als der Durchschnitt, sich aber trotzdem ein Haus kaufen möchte, kann auf Wohnraumförderung des Staates hoffen. Finanziell unterstützt werden Neubau, Erwerb sowie Ausbau und Erweiterungen. Das gilt jedoch nur für Familien, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten und die gleichzeitig genügend Eigenmittel vorweisen können.

KfW-Darlehen: Zuschüsse und niedrige Zinsen

Die KfW-Bank hat zinsgünstige Kredite im Angebot für Vorhaben, die Eigenheime betreffen. Erfüllt das Bauprojekt oder Sanierungsvorhaben bestimmte Anforderungen an Energieeffizienz, sind die Kreditangebote noch lukrativer: Die maximale Höhe des Darlehens steigt, außerdem gibt es einen Zuschuss zur Tilgungssumme.

Lokale Eigenheimförderung: Für mehr Zuzug in die Region

Ob in Großstädten oder auf dem Land: Wer eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, sollte bei Land oder Kommune nachfragen. Denn diese gewähren manchmal günstige Darlehen und Zuschüsse. Mit dieser Art der Förderung möchten die Kommunen Menschen dazu bewegen, in die jeweilige Region zu ziehen.

Kirche: Förderung für Familien

Diese Förderung ist eher unbekannt, aber auch die Kirchen fördern den Hauskauf. Dies geschieht über die Vergabe zinsgünstiger Darlehen. Empfänger der Förderung sind Familien.

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