Quelle: Unbekannt

Gebäudewechsel in der Altstadt: Die neue EZ-Geschäftsstelle befindet sich in der Küferstraße 1. Das bisherige EZ-Haus am Marktplatz wurde von der katholischen Kirche gekauft.

EsslingenDer Neckar ist jeden Tag ein anderer und doch immer derselbe. Nie hat er das gleiche Wasser, aber er bleibt unverkennbar der selbe Fluss. Und so ist die Stadt Esslingen: Sie erfindet sich jeden Tag neu und bleibt sich dennoch treu. Und die Eßlinger Zeitung? Jeden Tag neue Nachrichten und dennoch wird die EZ nie etwas anderes sein als die EZ.

Seit langer Zeit ist die Eßlinger Zeitung ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt: Sie entwickelt sich weiter und bleibt sich gleichzeitig treu. Die neueste Entwicklung: Die EZ zieht mit ihrer Geschäftsstelle vom Marktplatz in die Küferstraße. Dort können dann am 1. Februar „Abo-Angelegenheiten, der Kauf von Veranstaltungstickets, der Buchverkauf oder das Anzeigengeschäft gleich mit den täglichen Einkäufen erledigt werden“, wie es EZ-Geschäftsführer Andreas Heinkel auf den Punkt bringt.

Wie jedes andere Unternehmen auch, so Heinkel, verändere sich die EZ und passe sich den veränderten Bedingungen an, die beispielsweise die Digitalisierung mit sich bringe. „Für uns war es wichtig, näher zusammenzurücken in einem gemeinsamen Haus. Im Verlagsgebäude in der Zeppelinstraße haben wir die entsprechenden Möglichkeiten.“

Doch was sollte dann aus dem Haus am Marktplatz werden? Heinkel: „Die Frage stand im Raum. Wollen wir es vermieten oder trennen wir uns von dem Gebäude?“ Hier kommt die katholische Kirche ins Spiel, die am Kauf des Hauses interessiert war. „Sie war uns der allerliebste Partner“, erinnert sich Heinkel an die gemeinsamen Gespräche. „Wir hätten nicht an jeden verkauft, wo das Haus doch so eine bedeutsame Geschichte hat.“ Aber bei der katholischen Kirche sei der Verlag sicher gewesen, dass es in gute Hände kommt. „Es wird eine neue Nutzung bekommen, eine wichtige soziale Bedeutung.“

Es ist insgesamt ein Gewinn für alle. Die katholische Kirche, die das EZ-Haus am Marktplatz also kaufte, will dort einen Ort der Begegnungen ganz im Zentrum der historischen Altstadt etablieren. Die Lage ist wie dafür gemacht, zumal das Haus gleich neben dem Münster St. Paul liegt. Ein Ort, „der neugierig macht“, soll es werden, so der leitenden Pfarrer der katholischen Kirche, Stefan Möhler. Ein Ort, wo Menschen auch ohne Termin einfach mal hereinschauen können, „wo jeder, der etwas von der katholischen Kirche möchte, ganz gleich, welches Anliegen es ist, einen Ansprechpartner findet“ (siehe Interview unten).

Bei aller Wichtigkeit, die verschiedenen Einheiten unter einem Dach zu versammeln, war für die Eßlinger Zeitung dennoch eine Frage offen: Die Zeppelinstraße liegt ein paar Kilometer entfernt von der Innenstadt, und ganz ohne EZ-Servicestelle im Wohnzimmer der Stadt – das ist kaum vorstellbar. Klar war daher, dass diese Anlaufstelle mitten in der historischen Altstadt sein musste. Dass es die Küferstraße 1 werden sollte, ist aber nahezu ideal. Die Küferstraße ist so etwas wie der zerzauste Liebling der Esslinger, der gerade aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Die Stadt unternimmt jede Menge Anstrengungen, dass diese Straße zu der Innovationsmeile Esslingens wird, ohne dass sie ihren unglaublich anziehenden Charme verliert. Hier geht in den kommenden Jahren die Post ab. Insofern war die Einrichtung der Geschäftsstelle eines modernen Medienhauses an diesem Ort geradezu logisch.

Der Blick aufs Theater, das Theater-Café, die Küfer- und die Ritterstraße, im Hintergrund der Lieblingspark der Esslinger, die Maille – „für eine regionale Tageszeitung, die nah am Puls der Leserschaft ist, ist das geradezu ideal“, freut sich Heinkel. „Hier in diesen hellen Räumen finden wir die optimale Verbindung mit unseren Lesern und den Bürgern der Stadt.“

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