Das Hinspiel in der Körschtalhalle verlor die HSG um Florian Distel (am Ball) gegen Neuenbürg mit 30:34. Foto:  

In Neuhausen freuen sich die Handballer auf den „Super-Sonntag“. Indes möchte Regionalligist Ostfildern einen Sieg fürs Selbstvertrauen holen.

Top-Spiele, brisante Duelle und wegweisende Partien: Für die Handball-Teams aus der Region hält der kommende Spieltag einige Höhepunkte bereit.Die Drittliga-Handballer des Siebten TSV Neuhausen treffen am Sonntag zu Hause auf den Tabellennachbarn HSG Konstanz.

„Die Konstanzer werden immer als Aufstiegsfavoriten gehandelt, auch wenn sie diese Saison nicht gut gestartet sind. Uns erwartet ein taumelnder Boxer“, sagte Neuhausens Coach Daniel Brack. Vorfreude herrscht indes beim zweiten Neuhausener Team, das zuvor in der Egelseehalle im Landesliga-Spitzenspiel gegen die HSG Ermstal spielt. „Es wird ein Neuhausener Super-Sonntag. Es wird richtig abgehen“, betont TSV-II-Coach Marco Schwab.

Derweil steht dem Regionalligisten HSG Ostfildern laut Teammanager Matthias Dunz eine wegweisende Partie gegen den HC Neuenbürg bevor. „Es geht darum, sich mit einem Sieg im gesicherten Mittelfeld zu etablieren. Gerade wissen wir noch nicht, ob es für uns nach oben oder eher nach unten geht“, sagt Dunz und ergänzt: „Wir müssen nun Erfolge fürs Selbstvertrauen sammeln.“

Männer – 3. Liga

Der Siebte TSV Neuhausen trifft am Sonntag (17 Uhr) auf die HSG Kontanz und deren neuen Trainer Ralf Bader, der auch schon mal die Neuhausener trainiert hatte. „Die Konstanzer sind unter anderem mit Lars Michelberger individuell stark aufgestellt. Unter Neu-Coach Bader werden sie auf kurz oder lang wieder zu den Top-Adressen der 3. Liga gehören“, sagt Maddogs-Coach Daniel Brack und weist damit auf die Schwere der Partie hin: „Um gegen die HSG etwas Zählbares mitzunehmen, müssen wir es ähnlich gut hinbekommen wie in den Spielen zuletzt.“ Fehlen wird den Maddogs Linus Schmid aufgrund einer Oberschenkelverletzung.

Frauen – 3. Liga

Indes ist der Zweite TSG Friesenheim am Sonntag (17 Uhr) im Top-Spiel beim Dritten TSV Wolfschlugen zu Gast. Die Wolfschlugenerinnen fanden nach der 30:35-Jahresauftaktniederlage gegen den HC Erlangen beim 33:21-Erfolg beim HCD Gröbenzell zuletzt wieder in die Spur und wollen mit einem Sieg gegen den Zweiten oben dranbleiben.

Männer – Regionalliga

„Vollgas-Handball“ wollen derweil die Handballer des Vorletzten TV Plochingen laut Co-Trainer Tim Hamann am Samstag (20 Uhr) zu Hause gegen den Siebten TuS Steißlingen auf die Platte bekommen. Aber es zählt laut Hamann auch, dass „wir das Tempospiel der Steißlinger frühzeitig unterbinden, denn wenn sie mal ins Laufen kommen, dann sind sie schwer zu stoppen“. Ein einfaches Unterfangen wird dies aber keineswegs, denn Steißlingen ist seit sieben Spielen ungeschlagen. „Wir müssen unsere Chancen nutzen, dann können wir den Favoriten ärgern“, sagt Hamann.

Eine halbe Stunde zuvor gastiert der Zehnte HSG Ostfildern beim HC Neuenbürg (Platz 13). Die Ostfilderner wollen unbedingt wieder einen Erfolg feiern und haben noch etwas gutzumachen: Das Hinspiel verlor die HSG mit 30:34. „Wir sind guter Dinge. Und auch Florian Distel hat wieder trainieren können“, sagt Teammanager Dunz. Vielleicht wird sich auch Jörg Ebermann, der künftige HSG-Coach, die Partie der Ostfilderner genauer anschauen, denn er trat unter der Woche als Trainer beim Oberligisten SG H2Ku Herrenberg zurück.

Oberliga

Während sich die Handballer des Fünften TSV Wolfschlugen auf das Derby-Heimspiel gegen den Ersten SKV Unterensingen am Samstag (20 Uhr) freuen und den Lauf des Spitzenreiters – neun Siege in Serie – stoppen wollen, tritt der Zweite SG Hegensberg/Liebersbronn zur selben Zeit zu Hause gegen die TSG Söflingen an. „Es gilt, an die Stärke der Vorrunde anzuknüpfen“, sagt Heli-Coach Veit Wager und ergänzt: „Wir müssen den Gegner mit einer entschlossenen Abwehr nerven und entnerven sowie vorne auf unser variables Spiel vertrauen.“

Frauen – Oberliga

Derweil spitzt sich die Verletzungsmisere bei den Handballerinnen des Fünften TSV Denkendorf laut Coach Christoph Hönig weiter zu: „Ich habe nur eine Außenspielerin zur Verfügung. Wir müssen also improvisieren“, erklärt Hönig, der damit die Partie am Samstag (16 Uhr) gegen den Tabellennachbarn VfL Waiblingen II anspricht: „Die Waiblingerinnen spielen einen extrem schnellen Handball. Wir dürfen sie nicht ins Rollen kommen lassen und müssen eine gute Abwehr stellen, wenn wir etwas Zählbares holen wollen.“

Männer – Verbandsliga

„Wenig zu verlieren und kein Druck auf unserer Seite“ hat der Fünfte TSV Denkendorf laut Torhüter Benedikt Schrade am Samstag (20 Uhr) im Heimspiel gegen den Ersten HV Rot-Weiß Laupheim. „Es ist aber auch nicht so, dass wir komplett chancenlos sind. Wichtig wird sein, dass wir die stabile Laupheimer Abwehr in Bewegung bekommen“, erklärt Schrade und ergänzt: „Wir dürfen nicht einfach blind draufrennen, sondern müssen über Kreuzungen Lücken in der gegnerischen Verteidigung einreißen.“ Zur selben Zeit trifft der Sechste TV Reichenbach zu Hause auf den TSV Bad Saulgau. „Es kommt eine körperlich robuste Mannschaft auf uns zu, die aggressiv verteidigt. Es gilt mit Tempo und einer guten Passqualität die Lücken in der TSV-Abwehr zu finden“, sagt Reichenbachs spielender Co-Trainer Daniel Roos.

Eine halbe Stunde zuvor empfängt der Vierte TSV Deizisau den Zweiten TSV Bartenbach. „Da kommt eine Herausforderung auf uns zu“, sagt Arne Staiger vom Management. Die Deizisauer gewannen das Hinspiel in Bartenbach mit 31:22, seitdem hat der momentane Zweite aber kein Spiel mehr verloren. „Wir müssen an unsere guten Leistungen zuletzt anknüpfen, aber es muss auch alles passen“, ergänzt Staiger. Ein „wichtiges Spiel“ hat derweil Schlusslicht Team Esslingen am Samstag (19 Uhr) beim Neunten TSV Betzingen vor der Brust. „Ein Sieg wäre für uns immens wichtig, um den Anschluss an das Mittelfeld zu halten“, betont Team-Spieler Benedikt Frohna und fügt hinzu: „Wir sind aber optimistisch, dass uns das gelingt, wenn wir die einfachen Tore erzielen.“

Landesliga

„Die Gegner haben uns bislang den einzigen Punkt abgeluchst, daher gehen wir motiviert in das Spiel“, sagt Coach Marco Schwab und thematisiert die Partie seines Spitzenreiters TSV Neuhausen II am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den Zweiten HSG Ermstal. „Die beste Offensive trifft auf die zweitbeste. Wir müssen eine stabile Abwehr stellen und Vollgas-Handball spielen.“

Frauen – Landesliga

Nachdem die Frauen des Spitzenreiters TV Reichenbach zuletzt bei der 27:29-Niederlage beim TV Rottenburg die ersten zwei Punkte der Saison abgegeben hatten, wollen sie nun im Derby gegen den Achten HC Wernau am Samstag (18 Uhr) wieder in die Erfolgsspur finden.

Männer – Bezirksoberliga

Während der Sechste TV Plochingen II am Samstag (20.30 Uhr) den Zweiten tus Stuttgart empfängt, trifft der Vorletzte TSV Wolfschlugen II zuvor um 18 Uhr auf den Dritten TV Großengstingen. Die drei weiteren Teams aus der Region wollen derweil mit einem Sieg den Anschluss an das Mittelfeld halten: Die SG Hegensberg/Liebersbronn I I trifft zu Hause am Samstag (17.45 Uhr) auf die SG Ober-/Unterhausen II, der TSV Denkendorf II ist um 18 Uhr gegen den Letzten HSG Leinfelden-Echterdingen gefordert – sowie die HSG Ostfildern II, die im Heimspiel (19.30 Uhr) gegen die TSG Reutlingen ran muss.