Felix Mendler steuert fünf Tore zum Wolfschlugener Sieg bei. Foto: /Herbert Rudel

Der TSV Wolfschlugen setzt sich mit 27:21 im Derby gegen Tabellenführer SKV Unterensingen durch. Die SG Heli verliert.

In der Handball-Oberliga sorgte der TSV Wolfschlugen mit einem Sieg gegen Tabellenführer SKV Unterensingen für eine Überraschung. Die SG Heli kassierte hingegen eine unerwartete Niederlage gegen die TSG Söflingen. Die Frauen des TSV Denkendorf waren dagegen erfolgreich, sie setzten sich knapp gegen den VfL Waiblingen durch.

Männer

Wolfschlugen – Unterensingen 27:21

Im Derby und Spitzenspiel der Liga überraschte der TSV gegen den Favoriten. Trotz früher Disqualifikation von Moritz Bittner kämpfte der TSV stark mit hohem Tempospiel, guter Abwehr und starken Torhütern. Nach einem eher torarmen 3:3-Zwischenstand (16.) gingen die Wolfschlugener erst in der 27. Minute mit 9:8 in Führung. In der zweiten Hälfte baute der TSV die Führung auf 18:14 aus. Die Unterensinger fanden keine Lösung, sodass sich die Wolfschlugener den Sieg sicherten. Wolfschlugens Abteilungsleiter Wolfgang Stoll jedenfalls war begeistert: „Alles was das Herz begehrt – prall gefüllte Sporthalle, Riesenstimmung, Hektik und Turbulenz, Toptempohandball, klasse Torhüterparaden, Siebenmeterdrama, Erfolg für den Außenseiter und klasse Schiedsrichterleistung.“

TSV Wolfschlugen: Thurow, Petruzzi; Wittmann (1), Schäfer, Kohl, Prawatschke, Schmid (1), Toth, Bittner, Thumm, Mendler (5), Wieder (7/3), Jacobs, Blum (7), Mäußnest (1), Francik (5).

SG Heli – TSG Söflingen24:28

„Das war unsere erste Heimspielniederlage“, erklärte SG-Trainer Veit Wager. Das Spiel verlief lange auf Augenhöhe mit starker Abwehr- und Torhüterleistung. Die SG hatte zwar immer wieder die Oberhand, aber war nie sicher. „In den wichtigen Phasen gab es zu viele unglückliche Entscheidungen“, bemängelte Wagner. Würfe gingen an den Pfosten, dazu gab es einige technische Fehler – beim 24:25 kippte das Spiel zugunsten der Söflinger. Nun steht die SG nach der zweiten Niederlage in Folge unter Druck und möchte im nächsten Spiel in Langenau wieder Punkte einfahren.

SG Hegensberg/Liebersbronn: Blum, Hummel; Schatz, Fischer, Rosenbauer, Heetel (6/1), Prauß (1), Max Hettich, Wester-Ebbinghaus (2), Stammhammer (4), Hahnloser (4), Moritz Hettich (3), Fausten, Herda (4), Schieche, Silberhorn.

Frauen

TSV Denkendorf – VfL Waiblingen24:22

„Wir haben es unnötig spannend gemacht“, betonte TSV-Trainer Christoph Hönig. Die Denkendorferinnen setzte sich aber in einem für sie schwierigen Spiel letztlich verdient durch, machten sich selbst aber das Leben schwer. Die TSV-Frauen erwischten einen Glanzstart und gingen schnell mit 4:1 in Führung. Viele technische Fehler schlichen sich dann aber ein und zu viele freie Chancen wurden liegen gelassen, um sich frühzeitig abzusetzen. Auch als das Team um Hönig in der 48. Minute mit vier Toren führten, gelang es nicht, den Vorsprung weiter auszubauen. „Wir konnten nicht frühzeitig den Deckel zu machen“, sagte Hönig – war am Ende aber erleichtert.

TSV Denkendorf: Maier; Drücker (2), Oßwald, Pussinen, Riehs (9/1), Krug (5), Luisa Rehkugler (2), Bartsch (1), Schoen, Becker, Bürger, Baskaya (5), Dannenberg, Marie Rehkugler.