Aufsteiger SG Hegensberg/Liebersbronn möchte in der frisch zusammengestellten Oberliga möglichst schnell den Klassenverbleib schaffen.
Den Auftaktgegner kennt Veit Wager besonders gut. Über viele andere Mannschaften muss sich der Trainer des Handball-Oberligisten SG Hegensberg/Liebersbronn aber erst gründlich informieren. Das liegt nicht daran, dass die SG ein Aufsteiger ist, sondern an den vielen Konkurrenten aus dem Badischen, gegen die es als Folge der Fusion der drei Landesverbände und der damit einhergehenden Ligareform geht. „Das sind alles große Unbekannte, deshalb lässt es sich schwer einordnen“, sagte Wager – schwer einordnen, was die Stärke der Mannschaften betrifft und damit auch, wo die eigene sich einsortieren kann.
„Klassenverbleib, so schnell wie möglich“
Das alles aber ändert nichts am Saisonziel: „Klassenverbleib, so schnell wie möglich“, sagt Abteilungsleiterin Anna Lederle. Wager stimmt zu, geht aber davon aus, „dass schnell auch im April sein kann“. Lederle rechnet zumindest nicht damit, dass das Team viel Zeit benötigt, um sich einzuspielen: „Die Gewöhnung zwischen Mannschaft und Trainer fällt weg, Veit ist ja jetzt seit einem Jahr da.“ Und allzu viele Veränderungen im Kader gibt es auch nicht. Den Weggang von Nico Mehlitz, der zum Team Esslingen zurückkehrt, findet der Coach „schade, er ist ein guter Handballer“. Aber er freut sich über die Zugänge, die das Team verjüngen: Maximilian Blum „ist ein sehr gut ausgebildeter Torhüter, da haben wir dann ein gutes Gespann“, Tobias Prauß sei mit seiner Größe „ein Spielertyp, wie wir ihn bisher nicht hatten“ und Louis Fischer bereichere das Team als „junger Rückraumspieler“.
Breiter, homogener Kader
Wager ist aber vor allem wichtig, „dass der Kern steht“ und er freut sich, dass ab dieser Saison bei einer Partie 16 Spieler auf dem Teambogen stehen dürfen: „Davon profitieren wir.“ Denn die Berghandballer sind breit besetzt. Funktionärin Lederle jedenfalls ist mit dem Personal „absolut zufrieden – der Kader ist ziemlich homogen“. Und auch das stimmt alle auf dem Berg positiv, die Handballer kamen verletzungsfrei durch die Vorbereitung.
Start bei Wagers Ex-Club
Dass es am Samstag (20 Uhr) beim TSV Wolfschlugen losgeht, ist für Wager freilich etwas Besonderes. Er hat dort einstmals in sechs Jahren sowohl das Frauen- als auch das Männerteam trainiert. „Ich kann mich kaum noch daran erinnern, dass ich mal als Gast dort war – das muss zu meiner Zeit als Unterensinger Frauentrainer gewesen sein“, sagt er. Es sind zwar nicht mehr viele Spieler da, mit denen er zusammengearbeitet hat, aber mit Marvin Thumm und Ricardo Petruzzi pflegt er eine Freundschaft und mit einigen Menschen im Verein und Umfeld steht er auch noch in Kontakt. Sportlich sieht Wager die Wolfschlugener in der Favoritenrolle: „Es ist ein Derby, sie haben ein Heimspiel und sind schon länger in der Liga – aber wir wollen ihnen maximal auf den Keks gehen.“
Im weiteren Verlauf der Saison haben es die SG-Handballer dann mit Teams wie Wölfe Plankstadt, TV Hardheim und Amicitia Viernheim zu tun. „Ich musste erst mal schauen, wo das ist“, sagt Lederle. Wo Wolfschlugen ist, wissen sie dagegen sehr genau.
Zugänge: Maximilian Blum (TV Neuhausen/Erms), Louis Fischer (SV Fellbach), Tobias Prauß (TSV Deizisau), Samuel Ghafari (VfL Waiblingen II), Konstantin Silberhorn, Henry Fausten (alle eigene A-Jugend).
Abgänge: Nico Mehlitz (Team Esslingen), Jonas Bechtel (eigene zweite Mannschaft), Paul Saur, Sebastian Dunz, Matthias Bayer (alle Karriereende).
Trainer: Veit Wager.