Im ersten Heimspiel unter dem neuen Trainer Steffen Rost gelingt den Oberliga-Handballern des TSV Deizisau gegen den Tabellennachbarn SG Lauterstein ein wichtiger 28:25-Sieg in einer allerdings teilweise zerfahrenen Partie.
Am Ende freuten sich alle, die es mit den Oberliga-Handballern des TSV Deizisau hielten, über den wichtigen 28:25 (13:12)-Erfolg gegen die Tabellennachbarn SG Lauterstein. Sowohl den TSV-Spielern inklusive Trainer- und Betreuerteam merkte man bei ihrem Tänzchen direkt nach Abpfiff die Erleichterung an, als auch den Zuschauern, die noch Minuten nach dem Spiel die Mannschaft für den Sieg – der erste Heimerfolg unter dem neuen Coach Steffen Rost – feierten.
„Immer enge Duelle zwischen den beiden Teams“
„Wir wussten, dass es ein enges Spiel werden würde. Deshalb bin ich sehr glücklich über den Sieg, aber auch zufrieden über die Art und Weise“, fasste Rost die nervenaufreibenden 60 Minuten zusammen. „Was die Mannschaft über weite Phasen des Spiels gezeigt hat, darauf lässt sich aufbauen. Dieses Erfolgserlebnis ist vor allem für unsere vielen jungen Spieler elementar wichtig“, ergänzte der Coach. Ähnlich äußerte sich auch Lautersteins Trainer Andreas Frey: „Es sind immer enge Duelle zwischen den beiden Teams. Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“ Frey ergänzte noch: „Allerdings fühlen wir uns durch die Schiedsrichterleistung etwas benachteiligt“, schob aber gleich nach: „Es kann auch sein, dass ich das durch die Lautersteiner Brille sehe.“ Neutral betrachtet lässt sich sicher sagen, dass die beiden Unparteiischen bestimmt nicht ihren besten Tag hatten, was allerdings durchaus auf beiden Seiten zu teilweise unverständlichen Pfiffen führte.
Deizisau baut die Führung aus
Die Deizisauer zeigten von Beginn an eine konzentrierte Leistung und ließen erst in der 6. Minute den ersten Treffer der Gäste zu. So baute der TSV seine Führung schnell auf vier Tore aus (6:2, 12. Minute). Doch die SG ließ sich nicht abschütteln und kam schnell wieder bis auf einen Treffer heran. Durch vier Zeitstrafen für die Gäste innerhalb von nur zwei Minuten und teilweise dreifacher Überzahl bekamen die Deizisauer wieder etwas Oberwasser und zogen durch einen 4:0-Lauf erstmals in der Partie auf fünf Treffer (10:5, 21. Minute) davon. Dass die junge Mannschaft aber auch durch die negativen Ergebnisse der letzten Zeit noch nicht so gefestigt ist, zeigte sich in den Minuten vor der Pause wieder: Ein ums andere Mal vergaben sie beste Möglichkeiten und so kamen die Lautersteiner bis zum Pausenpfiff wieder bis auf ein Tor heran.
Direkt zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ging Lauterstein sogar erstmals in der Partie in Führung. Die Deizisauer blieben aber stets dran und mehr als eine Ein-Tore-Führung gelang in den ersten knapp zehn Minuten der zweiten Hälfte keinem Team. Danach waren die Deizisauer wieder etwas besser im Spiel – immer wieder angetrieben vom überragenden Spieler des Abends, Yannik Taxis, der allein zehn seiner zwölf Treffer im zweiten Spielabschnitt erzielte. Der TSV lag von nun an immer vorne, ab Spielminute fünfzig erstmals sogar wieder mit drei Toren. Diese Führung ließen sie sich dann bis zum Schluss auch nicht mehr nehmen.
„Viel Tempo nach vorne“
Die Zielsetzung von TSV Coach Rost für die kommenden Spiele ist somit klar. „Ich habe schon einiges von meiner Spielidee erkennen können. Viel Energie, viel Engagement und viel Tempo nach vorne“, betonte Rost und ergänzte: „So wollen und müssen wir weitermachen. Die Jungs können Handball spielen und wenn die Erfolge wieder kommen, dann wird es um vieles leichter.“ Und wenn die Deizisauer mit diesem Willen weitermachen, dann werden sie noch das ein oder andere Mal nach Spielschluss ein gemeinsames Tänzchen machen und mit ihren Fans feiern können – am besten schon kommendes Wochenende in Bietigheim.
TSV Deizisau: Gross, Bauer; Schmid, Kühl, Jäger (2), Dierl, Scheffold (2), Taxis (12/5), Baumann (5), Seibold (4), Lampart, Dannenmann (2), Schmidt (1).
SG Lauterstein: Weiland, Wagner; Fabian Lackinger, Fynn Lackinger (2/1), Helfrich (4), Clement (4), Allmendinger (3), Nagel (1), Tim Lackinger (1), Ziller, Abele (4), Eberhardt (2), Bäuerle (4), Adelhelm.
Schiedsrichter: Frank Härterich / Marc Volle (TSV Heiningen / Team Stuttgart).
Zuschauer: 250.
Zeitstrafen: 2:10 – zwei Mal zwei Minuten für Clement (Lauterstein), zwei Minuten für Dierl (Deizisau), Fabian Lackinger, Fynn Lackinger, Abele (Lauterstein).
Beste Spieler: Taxis, Seibold / Abele, Allmendinger.