Nachwuchs-Pitcher Matthias Schmitt von den Stuttgart Reds war auch im Regen souverän. Foto: Drobny Quelle: Unbekannt

Bad Cannstatt - Die Frauen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See befinden sich weiter im Aufwärtstrend. Nach dem überraschenden, aber hoch verdienten Heimsieg gegen Remshalden, gelang nun auch der lang ersehnte erste Auswärtserfolg der Saison beim TSV Wiernsheim. Am Ende siegte man souverän mit 26:21 (14:10) und hat nun wieder ein ausgeglichenes Punktekonto.

Die beiden Trainer Wagner/Behrens betonten vor dem Anpfiff noch einmal die Wichtigkeit dieser Partie. Mit einem Sieg wollte man den Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf sieben Punkte ausbauen und sich so der Abstiegssorgen größtenteils entledigen. Doch in der Anfangsphase hatte man so seine Mühe mit den gut aufgelegten Gastgeberinnen. In der Abwehr war man häufig einen Schritt zu spät dran und im Angriff nutzte man nur einen Teil der sich bietenden Möglichkeiten. So stand es nach knapp 20 Minuten nur 9:9. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeberinnen jedoch schon vier Strafwürfe erhalten, während die HSG für ähnliche Situationen im besten Falle ein Freiwurf erhielt. Insgesamt fehlte der Mannschaft in dieser Phase jedoch der nötige Druck im Angriff und so machte man es dem TSV Wiernsheim einfach, die Angriffe der HSG zu verteidigen. Erst eine Auszeit fünf Minuten vor der Halbzeitpause brachte die HSG wieder besser ins Spiel. Eine Umstellung der Abwehr, deutlich mehr Tempo im Spiel nach vorne und die Bereitschaft, aufs Tor zu werfen, waren die Grundlage dafür, dass man sich bis zum Pausenpfiff eine solide Vier-Tore-Führung erspielen konnte (14:10).

Mit der starken Schlussphase aus der ersten Hälfte im Rücken, wollte man gleich zu Beginn der zweiten Hälfte den Grundstein für eine ruhigere zweite Hälfte legen. Doch schon nach wenigen Sekunden musste man die erste Zeitstrafe hinnehmen, was die Mannschaft völlig aus dem Konzept brachte. Die Gastgeberinnen wiederum nutzten die Fehler der HSG eiskalt aus und anstatt die Führung wie erhofft weiter auszubauen, stand es knapp drei Minuten nach der Pause nur noch 14:13 für die HSG. Während man in der Hinrunde in diesen Spielen noch eingebrochen wäre, zeigte die Mannschaft in dieser Situation die nötige Ruhe. Obwohl man beim Stand von 16:14 zwei Zeitstrafen innerhalb von nur 20 Sekunden kassierte, musste man nur ein Gegentor hinnehmen und so war es im Anschluss erneut eine Auszeit der HSG, die das Spiel wieder in die richtigen Bahnen lenken sollte. Fortan stand man im Abwehrverbund wieder deutlich stabiler und auch im Angriff wurden die Bewegungen wieder flüssiger. 14 Minuten vor dem Ende konnte man die Führung wieder auf 20:16 ausbauen und ab diesem Zeitpunkt ließ man den TSV Wiernsheim nicht mehr näher als drei Tore herankommen. Die Ca-Mü-Max-Mädels behielten in den Schlussminuten einen kühlen Kopf und spielten die Partie souverän zu Ende. Am Ende siegte man völlig verdient mit 26:21 und steht nun mit 13:13-Punkten auf dem 6. Tabellenplatz mit sieben Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Erfreulich ist zudem, dass die Mannschaft sich immer besser findet und vor allem die „Achillesferse“ der vergangenen Monate, das Angriffsspiel, immer besser wird.

In der Landesliga geht es erst am 20. Februar weiter. Vorher steht am 11. Februar noch das Viertelfinale im Bezirkspokal beim SV Remshalden auf dem Programm. Spielbeginn in der Stegwiesenhalle ist um 19 Uhr.

HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See: Ann-Kathrin Laure, Marina Rüdinger (im Tor), Julia Hilebrand, Lena Zipperlen, Katrin Rößler, Fenna Weber, Birthe Graf, Johanna Grimm, Clara Pätzold, Katharina Roth, Kristin Mahler, Isabel Rodrigo und Anne Burmeister.

Tim Wagner

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