Souveräner Sieg: Jerome Müller und der TVB Stuttgart. Foto: Baumann

Der achte Spieltag in der Handball-Bundesliga ist geprägt von vielen Absagen. Der TVB Stuttgart kann aber gegen die TSV Hannover-Burgdorf spielen und gewinnt nach einer starken Leistung 31:26. Auch weil der Trainer das richtige taktische Mittel wählt.

Stuttgart - Die beiden Geschäftsführer waren sich vor der Partie einig: „Es ist wichtig, in dieser sehr schwierigen Situation ein Stück Normalität in den Ligabetrieb zu bekommen“, sagte Sven-Sören Christophersen von der TSV Hannover-Burgdorf. „Es geht letztlich für uns alle darum, diese Sportart zu erhalten“, ergänzte Jürgen Schweikardt vom TVB Stuttgart. Er konnte sich an diesem von vier Spielabsagen geprägten achten Spieltag der Handball-Bundesliga auch als Trainer über einen überzeugenden 31:26(15:9)-Heimsieg freuen. „Wir hatten keine Chance“, musste TSV-Trainer Carlos Ortega zugeben. „Dass Hannover hier keine Chance hatte, ist für uns die größte Auszeichnung. Wir haben ein sehr erwachsenes Spiel gezeigt“, sagte Schweikardt.

Schweikardts Idee zündet

Der TVB erwischte einen Blitzstart und lag nach einer Viertelstunde mit 7:2 vorne. Bei Hannover lief nichts zusammen. Ortega brachte im Rückraum die 19-jährigen Martin Hanne (sieben Tore) und Veit Mävers. Der TVB-Vorsprung schmolz, und beim Stand von 9:6 (21.) brachte Schweikardt nach einer Auszeit den siebten Feldspieler. Die Idee zündete. Und wie: Seine Wild Boys zogen auf 15:7 davon. Auch Dank Keeper Primoz Prost, der insgesamt neun Bälle hielt und ein besserer Rückhalt war, als beim 25:34 am vergangenen Mittwoch beim HC Erlangen.

Kristjansson trifft zehnmal

Auch nach der Pause ging der flüssige Angriffswirbel des TVB weiter. Das Überzahlspiel schloss das clevere Schweikardt-Team fast immer punktgenau ab. Der Sieg geriet nie in Gefahr. Am treffsichersten zeigten sich Viggo Kristjansson (10/2), Patrick Zieker (6), Adam Lönn (5) und Max Häfner (4).

Lesen Sie auch: Bittere Folgen einer Länderspielreise

„Natürlich bin ich froh, dass wir auch ohne Jogi Bitter gewinnen konnten. Er ist unser wichtigster Mann, unser emotionaler Leader. Die Mannschaft hat das heute beeindruckend gemacht“, sagte Schweikardt, dessen Team nun mit 11:5 Punkten in der Tabelle sehr gut dasteht. „Diese Ausbeute gefällt mir natürlich sehr gut“, meinte der Coach. Weiter geht es für den TVB am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) bei der SG Flensburg-Handewitt. „Da haben wir keinen Druck“, sagte Schweikardt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: