Die Drittliga-Handballerinnen wissen immer noch nicht, unter welchen Voraussetzungen sie in die Abstiegsrunde starten. Metzingen II zieht wohl zurück, Herzogenaurach möglicherweise nicht.
Beim TV Nellingen werden sie mitverfolgt haben, dass die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen und des TV Plochingen gut in die Abstiegsrunde gestartet und damit auf dem besten Weg sind, in der Liga zu bleiben. Die Nellinger Frauen sind noch nicht so weit. Sie beginnen erst im Mai. Wann ist ebenso wenig klar, wie die genaue Ausgangslage. Obwohl die Frist am vergangenen Freitag abgelaufen ist, bis zu der die Teams erklären mussten, ob sie überhaupt antreten, haben die Vereine bislang vom Deutschen Handball-Bund (DHB) nur die Nachricht erhalten, dass sie sich mit ihren Gegnern auf Spieltermine einige sollen. Das immerhin ist ein Anhaltspunkt.
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„Die genauen Gruppeneinteilungen werden erst veröffentlicht, wenn alle Teilnehmer feststehen“, erklärt DHB-Pressesprecher Tim Oliver Kalle in Bezug auf die Tatsache, dass bundesweit noch das eine oder andere Nachholspiel ansteht. Den TVN betrifft dies jedoch nicht. Hier ist entschieden, dass das Team in einer Gruppe mit der TSG Ketsch II, der TG 88 Pforzheim sowie der TuS Metzingen II und der TSG Herzogenaurach aus der eigenen Gruppe der regulären Saison wäre. Gegen Letztere müsste der TVN nicht mehr antreten. Wäre, denn Metzingen hat angekündigt, nicht anzutreten – offiziell ist das aber noch nicht. Von Herzogenaurach weiß man es nicht genau. Das Problem: Ist ein Konkurrent nicht dabei, fallen auch die erspielten Punkte weg. Was Herzogenaurach betrifft, haben die Nellingerinnen zumindest aus Ketsch gehört, dass es einen Termin zwischen den beiden Teams geben soll – an solchen Indizien muss man sich entlanghangeln. Die beiden letzten Spiele der regulären Runde hatte die TS abgeschenkt.
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„Die Zahl der Spiele, die wir absolvieren müssen, bleibt gleich, aber psychologisch ist es schon ein Unterschied, ob wir mit 8:0 Punkten, mit 4:0 oder gar mit 0:0 beginnen“, sagt TVN-Trainerin Veronika Goldammer. Sie ärgert sich über die Vereine, die verzichten – aber noch mehr über den DHB, der das ermöglicht: „Ich weiß nicht, wie ich in so einer Situation entscheiden würde. Aber es ist schon eine Wettbewerbsverzerrung.“ Die TuS II etwa sieht keine Chance, sich in der Abstiegsrunde durchzusetzen und möchte die Jugendspielerinnen, die im Drittliga-Team zum Einsatz kommen, für die Bundesliga-Qualifikation schonen. In der ist Nellingen aber auch dabei.