Die Drittliga-Handballerinnen gewinnen das Top-Spiel gegen die TSG Friesenheim mit 34:32.
Es gibt Siege, die ganz besonders guttun – aufgrund der Auswirkungen auf die Tabelle und aufgrund dessen, wie sie zustande kommen. Einen solchen Sieg feierten die Drittliga-Handballerinnen des TSV Wolfschlugen beim 34:32 (16:17) gegen die TSG Friesenheim. Denn sie lagen nach 43 Minuten beim 20:25 noch mit fünf Toren in Rückstand und verdrängten die Gegnerinnen schließlich vom 2. Tabellenrang. „Wir sind zurück auf Platz zwei, das tut natürlich gut“, drückte es Trainer Simon Hablizel genau so aus und war in Hochstimmung.
Emotional war es während der gesamten 60 Minuten – und nichts für schwache Nerven. „Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle“, beschrieb es Hablizel. In der ersten Hälfte verteidigten die Wolfschlugenerinnen gut, vergaben vorne aber zu viele Chancen. Nach dem knappen Pausenrückstand lief zunächst noch weniger und die Friesenheimerinnen zogen davon. Hablizel reagierte. Nach dem Siebenmetertreffer zu besagtem 25:20 für die Friesenheimerinnen nahm er bereits seine letzte Auszeit, forderte eine bessere Körpersprache und setzte auf die siebte Feldspielerin. Das war gegen die schnellen Gästespielerinnen ein Risiko – aber es wurde belohnt. „Von da an sind wir in einen Flow gekommen“, erklärte der Coach.
Franziska Kaupp glich elf Minuten vor Schluss zum 26:26 aus, gute zwei Minuten vor dem Spielende führten die Wolfschlugenerinnen durch ein Tor von Ronja Weißer mit 33:29. Hablizel hob anschließend die Außenspielerinnen Weißer und Laura Aurenz („sie hat ihr bisher bestes Spiel für Wolfschlugen gemacht“) aus einem starken Team noch heraus. Am Ende einer „wilden Fahrt“ war er einfach nur stolz.
TSV Wolfschlugen: Thiemann, Grebe; Aurenz (9), Weißer (5), Dirmeier (2), Wurster (3), Amann (3), Blessing (1), Wohnus (4), Braune (2), Kühnel, Oral, Kaupp (5/2).