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Der Deutsche Handball-Bund setzt den Spielbetrieb bis zum Ende des Jahres aus, weil viele Vereine nicht trainieren oder Spiele austragen dürfen. Die Wiederaufnahme ist für den 9./10. Januar geplant.

Esslingen - Die Entscheidung kam für einige Vereine etwas überraschend: Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hat beschlossen, den Spielbetrieb der 3. Liga und der Jugend-Bundesliga bis zum Ende des Jahres auszusetzen. Zunächst hatte der Verband eine Spielpause vom 2. bis 15. November verkündet, um die Möglichkeit einer anschließenden Fortsetzung zu prüfen. Hauptaugenmerk lag dabei zunächst auf der Frage, ob die 3. Liga als Profiliga eingestuft und damit vom Amateursportverbot im November ausgenommen ist. Noch bevor dies endgültig geklärt ist, kam der DHB nach Videokonferenzen mit Vereinsvertretern zum Schluss, in diesem Jahr keine Spiele mehr anzusetzen.

„Von insgesamt 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männer, 59 Frauen) haben derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren. Etwa die Hälfte dürfte den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen“, nennt der Verband in einer Mitteilung als Grund für die Aussetzung. Der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober wird dort so zitiert: „Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings. Dies gilt insbesondere für die Nachwuchstalente.“

Bei den Teams des TV Plochingen, des TV Nellingen und des TSV Wolfschlugen, die weiter trainieren durften und wohl auch gerne wieder gespielt hätten, wird nun beraten, wie mit der Situation umgegangen wird. „Wir werden das am Donnerstag mit der Mannschaft besprechen“, erklärt Dieter Hermann vom TVP-Management. Eine Wiederaufnahme plant der DHB für das Wochenende 9./10. Januar, „sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt“.

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