In der Hakenkreuzaffäre wurden viele Fehler gemacht. Die Landtagspräsidentin hatte die Grenzen ihrer Befugnisse nicht genau genug vor Augen, kommentiert Autorin Bärbel Krauß.
Gut gemeint sei das Gegenteil von gut. Den Satz hat der Aphoristiker Karl Kraus geprägt, und er trifft auch auf die Hakenkreuzaffäre im Landtag zu. Leider gilt er nicht nur für Daniel Born, den Urheber der Schmiererei, der im Zorn über ihm verhasste Kommentare aus der AfD-Fraktion über sein Ziel hinausgeschossen ist, nämlich die demokratiefeindliche Haltung der AfD zu kritisieren. Das war falsch, und es nutzt am Ende nur der AfD. Tatsächlich wiegt ebenso schwer, dass Landtagspräsidentin Aras vor lauter Abscheu über das verhasste Nazi-Symbol nicht nur im Affekt gleich nach der Tat, sondern auch mit späteren Erklärungen die Grenzen ihrer Befugnisse nicht genau genug vor Augen hatte.
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